Waldachtal-Hörschweiler (jnb). Klein, fein und schnuckelig präsentierte sich die Dorfweihnacht.

Schon eine stimmungsvolle Weihnachtsbeleuchtung auf dem Rathausplatz mit einem weihnachtlichen Ambiente, das die kleinen Hütten ausstrahlten, lud zu mehreren besinnlichen Stunden ein. Der Posaunenchor Waldachtal eröffnete die Dorfweihnacht mit mehreren Weihnachtsliedern.

Ortsvorsteher Christoph Enderle begrüßte und eröffnete die Dorfweihnacht. Auch Klaus Fischer und Pfarrer Anton Romer ließen es sich nicht nehmen, das besinnliche Flair zu genießen und mit den vielen Besuchern ins Gespräch zu kommen.

Die Kindergartenkinder hatten den Nikolaus im Blick und sangen dazu, dass er bald kommen möge. Da er zu Lebzeiten Bischof war, riefen sie den Bischof Nikolaus.

Er kam jedoch im Gewand des Weihnachtsmannes in Begleitung seines Ponys "Wolle" und brachte allen anwesenden Kindern in Hörschweiler Geschenke mit. In jedem Säckchen befanden sich Mandarinen, Nüsse und Schokolade. Die Säckchen hatte Ortschaftsrätin Erika Burkhardt im Vorfeld genäht. Bevor der Nikolaus als Weihnachtsmann diese Geschenke verteilte, wollte er wissen, ob die Kinder Weihnachtsgedichte und Weihnachtslieder können, was einige Kinder gerne sofort durch ihre Vorträge bestätigten. Auf die Frage, warum der Nikolaus als Weihnachtsmann komme, meinte der Weihnachtsmann: Den Nikolaus gibt es nur einmal, die Weihnachtmänner mehrmals. Sie seien die Gehilfen des Nikolaus.

Zur adventlichen und weihnachtlichen Stimmung trug auch der Gesangverein Harmonie Tumlingen-Hörschweiler unter Leitung von Hartmut Romann mit mehreren Weihnachtsliedern bei.

Tumlingen und Hörschweiler wechseln sich jedes Jahr ab bei der Organisation der Dorfweihnacht. In Hörschweiler organisieren dies gemeinsam der Ortschaftsrat und die Dorfgemeinschaft, der mehrere Vereine angehören.

So gab es wieder eine Hütte vom Schützenverein Tumlingen, vom Sportverein Tumlingen-Hörschweiler, von der Familie Berger Hörschweiler, vom Schulförderverein der Waldachtalschule, vom Gemeindekindergarten, vom Förderverein evangelisches Gemeindehaus, vom Schwarzwaldverein, vom Angelsportverein, von der Jugendgruppe des Jugendraumes, von der Jugendarbeit des EC (entschiedenes Christentum der Liebenzeller Gemeinschaft), nicht zu vergessen die Hörschweilermer Backladies, die zeigten, was man im Backhaus alles backen kann. Zu den Backladies gehören Birgit Rothfuß, Bettina Müller, Gabi Fischer, Waltrud Kaminski, Manuela Beilharz, Karin Rieger und Elisabeth Enderle, die alle das Backhaus ehrenamtlich betreiben.

Viel Kulinarisches wurde angeboten, so Glühwein, Kinderpunsch, Heiße Rote, eine besondere Hörschweiler Spezialität, Rahmberdle süß mit Zucker und Zimt und Berdle pikant mit Speck, Zwiebel, Lauch. Diese Spezialität wurde in der Backküche gebacken. Die Backladies gaben auch zu, dass beim Zwiebelschälen doch manche Träne floss.

Dicht gedrängt erlebten die Hörschweiler Bürger und Gäste aus der Umgebung eine Dorfweihnacht mit einem besonderen Flair, die auch dazu einlud, im Gespräch mit Freunden und Bekannten die Seele baumeln zu lassen und die Hektik des Alltags zu vergessen.

Die Feuerwehr Waldachtal ließ es sich auch nicht nehmen, noch nach einem Übungsabend vorbeizuschauen. Die Floriansjünger stellten auch gleich fest, dass man sich nur mit Kinderpunsch aufwärmen will, um jederzeit einsatzbereit sein zu können.