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Waldachtal 500-Jahr-Feier des Salzstetter Schlössle

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Auf Tuchfühlung mit dem historischen Holzbalken aus dem Jahr 1514 (Stützbalken rechts vorne im Bild) können die Festgäste an diesem Wochenende gehen. Foto: Maier

Waldachtal-Salzstetten - Die 500-Jahr-Feier des Salzstetter Schlössle in diesem Jahr hat der Förderverein einem Holzbalken zu verdanken, der auf das Jahr 1514 datiert wurde. Dies erfolgte im Rahmen einer dendrochronologischen Untersuchung.

Wenn sich die Festgäste an diesem Wochenende zur Jubiläumsfeier des mittelalterlichen Kleinods ein Stelldichein geben, sind sie dem geschichtsträchtigen Holzbalken ganz nah, denn dieser befindet sich im Veranstaltungsraum des im 16. Jahrhundert errichteten Gebäudes. Vermutlich gab es einen Vorgängerbau, der wohl bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht.

Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude gilt als das älteste von Salzstetten und gar in der ganzen Gemeinde Waldachtal.

Nach der Gründung des Fördervereins für das Salzstetter Kulturgut am 22. Mai 1999 konnte mit dem Architekten Albrecht Laubis, Horb, ein Sanierungs- und Nutzungskonzept erarbeitet und realisiert werden.

Dem 120 Mitglieder zählenden Förderverein ist es gelungen, in einer beispielhaften Bürgerinitiative mit über 4000 freiwillig geleisteten Arbeitsstunden das vor dem Zerfall stehende Anwesen zu retten, umzubauen und für die Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Mit Fug und Recht kokettiert das Schlössle heute als Kulturtempel.

2006 wird das Schmuckstück der Öffentlichkeit präsentiert

Vielfach wurde die gelungene Renovierung (Dezember 2002 bis Frühjahr 2006) gewürdigt, so durch Professor Gottfried Kiesow, dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

792 000 Euro wurden dafür investiert. Hinzu kommen die immensen Eigenleistungen durch Salzstetter Bürger. Im Frühjahr 2006 konnte das neue Schmuckstück der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Hoch erfreut über die positive Entwicklung des Fördervereins ist der Vorsitzende Eberhard Armbruster, der sich die Meriten nicht an sein Revers heften lassen möchte, sondern auf die Leistungen aller Ehrenamtlichen hinweist: "Der Förderverein Salzstetter Schlössle feiert 2014 gleich zwei Jubiläen: Der Förderverein wird 15 Jahre alt und das Schlössle besteht seit 500 Jahren. Wir freuen uns im Jubiläumsjahr besonders, dass das Nutzungskonzept erfolgreich ist."

Armbruster lobt das Engagement der Mitarbeiter

Insbesondere: "Das Schlössle ist das ganze Jahr über durch private Feiern und das Veranstaltungsprogramm ›Kultur im Schlössle‹ mit den beliebten Kulturveranstaltungen und Kaffeenachmittagen ausgebucht." Durch ein Trauzimmer wird "Heiraten im Schlössle" zu einem romantischen Event.

Im Jubiläumsjahr lobt Vorsitzender Eberhard Armbruster das vorbildliche Engagement seiner Mitarbeiter: Zweiter Vorsitzender "mit Herzblut" ist Herbert Erath, Schriftführerin Christa Ruf, Schatzmeisterin Bettina Axt und die Vorstandsmitglieder Ortsvorsteher Wolfgang Fahrner, Otto Singer, Albert Hug, Hartmut Walcher, Rul Jetter und Ingelore Erath. Unvergessen ist Ortsarchivar und Bau-Triebfeder Jürgen Erath (1954-2013).

Der frühere Adelssitz, eine spätmittelalterliche Tiefburg im Ortskern von Salzstetten, zählt zu den wenigen Baudenkmalen im Kreis. Neben den wenigen Höhenburgen, dem Kloster Alpirsbach und einigen Kirchenbauten sind im ländlichen Raum im Kreis kaum Baudenkmale aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit erhalten.

Das Salzstetter Schlössle verfügt über erhebliche Bausubstanz aus der Zeit vor dem 18. Jahrhundert, die wesentliche Teile des ehemaligen Wohnbaus mit Saal, Wohnräumen aus dem 16. Jahrhundert, der Küche und dem runden Eckturm mit den charakteristischen Schlüsselscharten umfasst.

Die Geschichte der Anlage ist mit der Erbauer-Familie Schütz und dem Horber Spital verbunden. Landvogt Hans Ulrich Schütz von Eutingertal wohnte fast 50 Jahre im Schlössle. Zuletzt lebte Hebamme Magdalene Dettling (Besitzerin ab 1930) im Gebäude, ehe 1974 die Gemeinde Salzstetten wieder Eigentümerin wurde.

Weitere Informationen: Das Festwochenende im Schlössle: Heute, Freitag, 28. März, 18.30 Uhr Festakt für Mitglieder und geladene Gäste; Samstag, 29. März, 20 Uhr Jubiläumskonzert mit den Stuttgarter Salonikern; Sonntag, 30. März, 14 bis 17 Uhr Kaffeenachmittag, 18 Uhr Hauptversammlung.

 
 
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