
Waldachtal (ew). Der Gemeinderat Waldachtal beschäftigte sich in seiner öffentlichen Sitzung vergangenen Dienstag mit der Haushaltsplanberatung 2012. Kämmerer Christoph Enderle korrigierte die Einnahmen aus den Gewerbesteuern 2011 um 500 000 Euro auf insgesamt vier Millionen Euro nach oben, an dem Einkommensteueranteil wird der Gemeinde noch zirka 2,7 Millionen Euro zufließen.
Der Vermögenshaushalt Waldachtals wird demnach im Jahr 2012 fast drei Millionen Euro betragen, der Verwaltungshaushalt wird auf zirka 12,7 Millionen Euro angesetzt.
Die Entwicklung der Personalkosten stiegen aber ebenfalls seit Jahren kontinuierlich an, insgesamt erwartet Enderle hier einen Anstieg von 175 000 Euro auf rund 3,13 Millionen Euro. Auch der EDV-Betrieb der Gemeinde verschlingt mit 85 750 Euro etliche Mittel. An Umlagen musste die Gemeinde im Vorjahr 4,15 Millionen Euro (Kreisumlage, Familienlastenausgleich und so weiter) überweisen. Weil die Gemeinde im gleichen Zeitraum aber nur rund 3,8 Millionen Zuweisungen erhalten hat, steht auch hier ein Minus von rund 362 000 Euro zu Buche.
Im laufenden Jahr wird das Kinderhaus im Gewann Himmelreich mit 2,61 Millionen Euro veranschlagt. Daneben wird kein Platz mehr sein für weitere Investitionen, wie Enderle betonte. Also schraubte der Kämmerer alle weiteren Investitionswünsche für 2014 und 2015 gegen Null. Das Kinderhaus könnte, wenn sich die steigenden Steuereinnahmen der Gemeinde bewahrheiten, ohne zusätzliche Schulden verwirklicht und gebaut werden. Außerdem wird es Zuschüsse aus Landesmitteln und eine Kostenbeteiligung der Unternehmensgruppe fischer in Höhe von 500 000 Euro geben. Für die Feuerwehr Waldachtals ist noch ein Fahrzeug (TLF 16/20) im Programm (90 000 Euro), für die Kirchturmsanierung in Lützenhardt beträgt der Gemeindeanteil 65 000 Euro. Der Waldhaushalt glänzt mit einem Überschuss von 211 944 Euro, die Einnahmen aus Gewerbesteuer und Grundsteuer aus 2011 sind gestiegen.
Für die Jahre 2013 und 2014 werden der Gemeinde Fehlbeträge entstehen, die aus den Rücklagen ausgeglichen werden sollen. Diese werden lautmittelfristiger Prognose in den kommenden vier Jahren um 2,5 Millionen Euro auf 289 000 Euro abgeschmolzen sein.