
Vöhringen. Die Meinung der Erzieherinnen und Erzieher spiele für die Vöhringer Verwaltung eine wichtige Rolle, betont Stefan Hammer in einem Schreiben. Damit reagiert der Vöhringer Bürgermeister auf den Artikel "Ratschläge von außen anstatt Fachwissen der Erzieherinnen" vom 1. Februar. Wie berichtet, hatte der Gemeinderat am Montag bei einer Gegenstimme beschlossen, von der Dienstleistungsgesellschaft "Gt-service" des Gemeindetags Baden-Württemberg ein Bildungs- und Betreuungskonzept für die nächsten Jahre erarbeiten zu lassen.
"Wir haben in den vergangenen Jahren in Vöhringen sehr gute Angebote aufgebaut und müssen uns bezüglich der hiesigen Betreuungssituation gegenüber anderen Kommunen nicht verstecken, sondern können darauf stolz sein. Dies ist zu einem großen Anteil das Verdienst der Mitarbeiter in unseren Einrichtungen, die mit großem Engagement erfolgreiche Arbeit leisten", schreibt Hammer.
Die Gemeinde werde deshalb nicht gegen den Rat oder ohne das Fachwissen der Erzieher und Erzieherinnen planen, sondern sie in die Erarbeitung der Neukonzeption einbeziehen, verspricht der Bürgermeister. Allerdings seien in der zu erarbeitenden Konzeption nicht nur pädagogische Aspekte zu berücksichtigen, sondern auch demografische, bauplanerische und schulische.
In diesen Teilbereichen sehe die Verwaltung die Notwendigkeit einer externen Beratung, da die Gemeinde weder die Möglichkeit besitze, eine fundierte demografische Vorausberechnung zu erstellen, noch über eigene bauplanerische Mittel verfüge, um so viele spezielle Fachthemen miteinander zu verknüpfen und abzuwägen.