Vöhringen Nach der Rettung kopfüber abgestellt

Schwarzwälder-Bote, 25.07.2012 20:02 Uhr

Vöhringen (wh). Spannende Vorführungen hatte die Feuerwehr Vöhringen beim Sommerfest rund um das Feuerwehrmagazin zu bieten. Die Besucher kamen in Scharen und freuten sich über das Gelingen der Übungen.

Das Sommerfest der Feuerwehr gehört schon zur festen Einrichtung im Ort. In diesem Jahr spielte zunächst Alleinunterhalter Tom zum Frühschoppen auf. Die Jugendwehr hatte ihren Dosenwurfstand aufgestellt. Auch erste Löschversuche konnten die Kinder unternehmen: Mit Wasser aus der Kübelspritze wurde das Ziel ins Visier genommen.

Mitten im Trubel hatte die Polizei ihren Stand. Da Kindersitze nicht nur von den Eltern gebraucht werden, sondern die Kleinen auch immer wieder von Opa und Opa transportiert werden, geizten die Beamten nicht mit Informationen. Gerne in Anspruch genommen wurde die "Rauschbrille": eine Brille, mit der die Träger nachempfinden können, wie ein Betrunkener die Welt sieht und das Reaktionsvermögen gestört ist.

Höhepunkt bei der Jugendfeuerwehr war eine Löschübung. Mit viel Wasser gingen die kleinen und großen Wehrmänner und -frauen unter der Leitung von Jugendwartin Diana Kayser ans Werk und hatten ihre Aufgaben sehr schnell gelöst. Stefan Hofstetter erklärte den zahlreichen Zuschauern die Übungen.

Wichtig war dies auch bei der großen Vorführung direkt beim Festplatz, als die Abteilung Vöhringen ein Fahrzeug in kleine Teile zerlegte. Angenommen wurde ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem der Fahrer eingeklemmt wurde und die Helfer das komplette Programm in Anspruch nehmen mussten, um die Person ohne weitere Verletzungen aus dem Fahrzeug zu bekommen. Mit Schere und Spreizer und weiteren technischen Hilfsmittel wurde das Fahrzeug auf Anweisung des DRK bearbeitet.

Hofstetter erklärte, dass im Ernstfall ein Notarzt vor Ort sei, der den Ablauf mit der Feuerwehr abspreche. Für den Übungsverlauf war Gruppenleiter Joachim Binder verantwortlich. Er ließ zunächst die verletzte Person absichern. Nachdem die Türen abgetrennt worden waren, ging es an das Dach. Das Auto wurde innerhalb kürzester Zeit in ein Cabriolet verwandelt. Da auch die Füße eingeklemmt waren, musste der gesamte vordere Bereich abgetrennt werden. Als die Person auf die Trage gezogen wurde, gab es Beifall von den zahlreichen Gästen. Zum Schluss erlaubten sich die Wehrmänner noch einen Spaß: Die gerettete Person wurde kopfüber abgestellt, nur um zu zeigen, wie sicher ein Verletzter im Ernstfall eingepackt wird.

 
 
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