Vöhringen (wh). Ein Möbelstück stand beim Theater der SG Vöhringen im Mittelpunkt des Geschehens. "Keine Ruhe in der Truhe" war der Titel des Dreiakters, der am Wochenende aufgeführt wurde.

Viel zu lachen gab es in der Turn- und Festhalle. Immer wieder liegt einer der Akteure in der Truhe: Der eine, um zu arbeiten, der andere um zu lauschen, und dann geht es auch mal unfreiwillig in die Kiste.

Besitzer des guten Stückes ist Rudi Maier (Karl Staiger), der in seiner Freizeit alte Möbel restauriert. Er liebäugelt allerdings auch mit jungen Mädchen und einem Abenteuer mit ihnen.

Thea (Anke Plocher), die Frau des Hauses, will jedenfalls die Truhe loshaben. Die Träumereien ihres Mannen nimmt sie dagegen nicht ernst. Tatsächlich gibt es für Rudi aber die Chance zu einem Abenteuer. Die Freundin (Michaela Rauch) von Sohn Benjamin kümmert sich um ihn, als er ziemlich betrunken ist. Sie lässt ihn in ihrer Wohnung seinen Rausch ausschlafen. Rudi weiß davon nichts mehr und kommt in Bedrängnis, als der schleimige Siggi (Benjamin Plocher) auftritt. Er hat beobachtet, dass Rudi in der Wohnung von Schwiegertochter Natascha verschwunden ist. Dazu taucht der Antiquitätenhändler Lutz Hoppe (Ingo Hänsch) auf, der Interesse an der Truhe zeigt. Plötzlich sieht Rudi Maier nur noch Leichen darin.

Auch die Schwiegermutter Gerda (Karin Rauch), die immer wieder Katastrophen herauf beschwört, bringt den Hausherrn zum Verzweifeln. Die Geschichte spitzt sich immer mehr zu und die Schwiegermutter, vom Antiquitätenhändler hofiert, greift zur radikalen Lösung. Sie bedroht Siggi mit der Pistole und bringt gleich das Seil mit, mit dem sich Rudi aufhängen will. Allerdings so kurios, dass die Zuschauer sich vor lauter Lachen den Bauch halten mussten.

Regie führte bei dem Dreiakter Ingrid Vögele. Für die Frisuren und die Maske war Andrea Brändle verantwortlich, und zusammen mit Ingrid Vögele fungierte Marga Fittig als Souffleuse.

Horst Schittenhelm und Wolfgang Fittig bedankten sich für die Aufführungen bei den Schauspielern, in der Hoffnung, dass die Theatertradition noch lange erhalten bleibt.