Von Bodo Schnekenburger

Vöhringen. Mitte Januar ist es so weit. Dann sollen die Planungsvarianten für das Kindertagesstätten-Raumprogramm öffentlich diskutiert werden. Kindergarten und Verwaltung haben bereits einen Favoriten, wie gestern in der Gemeinderatssitzung deutlich wurde.

Für die Gemeinderäte hielten die Tischvorlagen keine Überraschungen bereit, betonte Bürgermeister Stefan Hammer. Gestern machte man vielmehr einen Schritt in die Öffentlichkeit, quasi als Vorbereitung für den 14. Januar, wenn die Konzepte im Sinne einer Bürgerbeteiligung diskutiert werden sollen.

Hammer stellte gestern die Geschichte des Projekts und die drei letztlich im Rennen liegenden Varianten noch einmal vor. Demnach wird in der Kinderbetreuung Platzbedarf akut. "Nicht, weil es mehr Kinder, sondern, weil es einen neuen Platzbedarf gibt", so Hammer. Und der Platzbedarf hat im Wesentlichen drei Gründe: Da ist der gesetzliche Anspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder im Alter auch unter drei Jahren ab August 2013. Da ist ein erweitertes Angebot an qualifizierter Betreuung, etwa bei verlängerten Öffnungszeiten oder dem Ganztagsprogramm. Und da ist der Umstand, dass bestehender Platz wegfällt, sprich: Die Pavillonlösung ind er Friedrichstraße entspricht keinen Ansprüchen mehr. Vor 30 Jahren für eine Nutzungsdauer von 15 Jahren gebaut, sind sie eigentlich ein Fall für das Abräumkommando, sicher aber nicht mehr für eine Kinderbetreuung.

Platz gibt es dafür an anderer Stelle, an der Mühlbachschule, die nach Wegfall von Klassen durch den Zusammenschluss zur Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule im Verbund mit Sulz und Empfingen und sinkenden Schülerzahlen für eine Nutzung attraktiv wird. Im größeren Raumverbund gibt es zudem höhere Flexibilität. Gleichzeitig sind die Betriebskosten niedriger als bei einem abgekoppelten Neubau. Und, nicht zuletzt, kann hier das aktuelle pädagogische Konzept gelebt werden: Durchgängigkeit von Krippe bis Schule, Lernerfahrung über unterschiedliche Wege machen, Anschluss an die große Gruppe und Rückzugsmöglichkeit haben.

Die drei Varianten sehenden Anbau weiterer Waben an die bestehende Struktur vor. Wenngleich der erste Plan mit sechs Waben und Kosten von rund 1,6 Millionen Euro bei interner Beratung zu teuer erschien. Eine abgespeckte Version mit vier neuen Waben wäre für rund 1,3 Millionen Euro zu haben und wird derzeit favorisiert. Im Rennen ist noch ein Neubau in Modulbauweise.