Vöhrenbach Programm liegt auf
Schwarzwälder-Bote, 10.07.2012 21:41 UhrVon Stefan Heimpel
Vöhrenbach. Als offene Ganztagsschule stellt sich aktuell die Josef Hebting-Schule vor. Rechtzeitig vor dem neuen Schuljahr wurde das komplette Betreuungsprogramm in einer Broschüre zusammengefasst, die inzwischen an die betroffenen Eltern verteilt wurde.
Rektor Jörg-Dieter Klatt ist zufrieden, dass er hier für das kommende Schuljahr ein gutes und umfangreiches Angebot präsentieren kann. Möglich wird dies unter anderem durch eine deutliche Unterstützung vom Land. Denn für dieses Programm werden so genannte Jugendbegleiter benötigt, deren Aufwandsentschädigung zu einem erheblichen Teil das Land trägt, den Rest übernimmt die Stadt Vöhrenbach als Schulträger.
Praktisch ist es so, dass sich dieses Programm vor allem an die Grundschüler in Vöhrenbach richtet. Denn die Schüler der neunten und zehnten Klasse hätten meist kein Interesse mehr an einer solchen Betreuung. Und für die Schüler der fünften bis achten Klasse steht zuerst einmal das Betreuungs-Angebot an den Außenstandorten in Eisenbach und Unterkirnach zur Verfügung. Grundsätzlich könnten aber auch diese Schüler nach dem Unterricht nach Vöhrenbach zurückfahren und hier an der Betreuung teilnehmen.
Diese offene Ganztagsschule stützt sich auf drei Säulen. Zum einen erhalten die Lehrer zur Betreuung ein gewisses Deputat. Darüber hinaus engagieren sich in diesem Bereich auch Vereine. Und schließlich gibt es die Jugendbegleiter, die zehn Euro als Aufwandsentschädigung für ihre ehrenamtliche Tätigkeit erhalten. Unterstützt werden diese noch durch Jugendliche als Junior-Jugendbegleiter mit einer etwas niedrigeren Aufwandsentschädigung.
Ganz wichtig: Die gesamte Betreuung, auch ganz gezielte Angebote wie Basteln oder Sport, sind kostenlos. Einzige Ausnahme ist ein Kurs des Harmonikavereins Vöhrenbach, bei dem für den Musikunterricht und das ausgeliehene Instrument ein kleiner Kostenbeitrag fällig ist.
Die Eltern haben das komplette Programm erhalten und können ihre Kinder in den nächsten Tagen für das Betreuungsangebot anmelden. Allerdings sei diese Betreuung dann verbindlich, so Rektor Klatt, zumindest für ein halbes Jahr. Es besteht aber kein Problem, beispielsweise nur für den Montagnachmittag eine Betreuung zu wählen und an den anderen Nachmittagen nach Hause zu gehen. Hier ist das Angebot voll flexibel. Neben den Lehrern sind es etwa 15 Jugendbegleiter, die sich hier engagieren, sowie Vereine. Damit auch alles reibungslos läuft, wurde Kerstin Schätzle zur Koordinatorin für die Jugendbegleiter berufen. Sie kümmert sich darum, dass die entsprechenden Angebote stattfinden können, sorgt für Ersatz bei Krankheit des Jugendbegleiters und organisiert auch anderes in diesem Zusammenhang.
Wie gefragt dieses Angebot ist, zeigte sich schon im laufenden Schuljahr: Hier waren es im Schnitt etwa 20 Kinder pro Tag, die mitmachten. An einzelnen Tagen, auch je nach Angebot, waren es aber noch deutlich mehr.


