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Vöhrenbach Mit Roll-Containern bestens gerüstet

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Fred Heinze demonstriert das fest eingebaute Stromaggregat für die umfangreiche Beleuchtungseinheit. Foto: Schwarzwälder-Bote

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Große Freude bei der Vöhrenbacher Feuerwehr: Das neue Fahrzeug GW-L2 ist eingetroffen. Am 9. Juli soll es bei einer Fahrzeug-Segnung offiziell in Betrieb genommen werden.

Vöhrenbach. Zufrieden äußerte sich auch Bürgermeister Robert Strumberger: Die Sicherheit für die Bevölkerung und die Schlagkraft der Feuerwehr würden mit dem neuen Fahrzeug deutlich erhöht. Angeschafft wurde für 250 000 Euro ein neuer Gerätewagen Logistik (GW-L2), der, je nach Einsatz, mit bereitstehenden Roll-Containern sehr schnell entsprechend aus- und umgerüstet werden kann und gerade bei der Hintergrundarbeit für die Feuerwehr Wesentliches leistet. Ersetzt wird damit ein 30 Jahre altes Tragspritzenfahrzeug.

Bürgermeister Strumbergermachte deutlich, dass solche Anschaffungen für die Feuerwehr immer mit Blick auf lange Funktionszeiten erfolgen. Das durchschnittliche Alter der Vöhrenbacher Fahrzeuge liege sicher bei mehr als 20 Jahren, sagte Gesamtkommandant Ralf Heizmann. Das älteste aktuelle Fahrzeug ist ein Mannschaftsfahrzeug aus Urach mit stolzen 50 Jahren. Solche Anschaffungen sind nicht jedes Jahr zu leisten.

Das letzte Löschfahrzeug, das in Vöhrenbach angeschafft wurde, war 2008 ein Löschfahrzeug für Urach und 2003 das große LF 16 für die Abteilung Vöhrenbach. Kommandant Ralf Heizmann äußerte sich zufrieden, dass sowohl Strumberger als auch der gesamte Gemeinderat hinter der Feuerwehr stünden und solche notwendigen Anschaffungen unterstützten. Aber auch der Bürgermeister bestätigte, dass die Feuerwehr über eine kompetente Führung verfüge, mit der gut zum Wohle der Stadt und der Bürger gearbeitet werden könne.

Zuschüsse für GW-L2

Von den 250 000 Euro Gesamtkosten sind zwar 84 000 Euro durch Zuschüsse (34 000 Euro Feuerwehrzuschuss sowie 50 000 Euro aus dem Ausgleichsstock) abgedeckt, für die Stadt Vöhrenbach bleiben damit aber immer noch 166 000 Euro, die allerdings nach Meinung von Bürgermeister Strumberger gut investiert seien. Denn die Aufgaben für die Feuerwehr würden immer vielfältiger, entsprechend müsse die Ausstattung angepasst werden.

Eine ursprünglich angedachte gemeinsame Anschaffung eines neuen Logistik-Fahrzeuges für die Feuerwehren im Bregtal sei nicht sinnvoll realisierbar. Die Zusammenarbeit der Feuerwehren sei durchweg gut, entsprechende Fahrzeuge stünden bei Einsätzen in allen Orten auf Abruf auch aus der Nachbarschaft zur Verfügung.

Seit drei Jahren beschäftigt sich die Feuerwehr Vöhrenbach mit der Frage, wie der Fahrzeugpark sinnvoll ergänzt werden kann. Vor allem Oliver Schrenk, heute stellvertretende Gesamtkommandant, damals stellvertretender Abteilungskommandant, hat sich tief in die Materie eingearbeitet und das Konzept entwickelt. Dabei betonte Ralf Heizmann das Miteinander in der Vöhrenbacher Feuerwehr. Die Zusammenarbeit und der Austausch zwischen den Abteilungen sei Voraussetzung für eine effektive Arbeit.

Das Fahrzeug

Das neue Feuerwehrfahrzeug Gerätewagen Logistik ist im Wesentlichen ein spezielles Transportfahrzeug. Lediglich eine kleine Grundausstattung ist fest im Fahrzeug montiert, wie eine Löschwasser-Pumpe oder ein Strom-Aggregat mit Beleuchtungseinheit sowie ein Rettungssatz mit Schere und Spreizer vornehmlich für Verkehrsunfälle.

Der größere Teil des Materials befindet sich auf großen Roll-Containern. Dies hat den Vorteil, dass je nach Einsatz diese Container und damit auch das mitgeführte Material an den Einsatz angepasst werden können. Im Normalfall befindet sich auch hier eine gewisse Grundausstattung bereits im Fahrzeug, dazu gehören 1000 Meter Schlauchleitung zusammen mit einer weiteren Pumpe, Chemie-Schutzanzüge, Atemschutzgeräte und Ersatzflaschen und Ähnliches mehr.

Der Einsatz dieses Fahrzeuges erfolgt je nach Sachlage. Beispielsweise bei einem Verkehrsunfall rückt das neue Fahrzeug direkt nach dem Löschfahrzeug LF 16 aus. Auf dem LF 16 ist ein Rettungssatz montiert, das neue Fahrzeug hat einen zweiten Rettungssatz. Damit können Menschen aus zwei beteiligten Fahrzeugen geborgen werden oder die Rettung aus einem Fahrzeug erfolgt deutlich schneller mit zwei Geräten erfolgen.

Ergänzt wird die Ausrüstung mit einer neuartigen Arbeitsbühne für Lkw-Unfälle: Von hier aus kann dann problemlos mit dem Rettungssatz auch an der Fahrerkabine eines großen Lastwagens gearbeitet werden.

Flexibilität bei Notfällen

Aber in kurzer Zeit sind auch diese Container herausgerollt und durch andere Container ersetzt, um entsprechend auf Unfälle und Notfälle zu reagieren: So gibt es zum Beispiel Container mit Sandsäcken für Hochwasser-Situationen.

Dies wird möglicherweise noch ergänzt durch einen weiteren Container mit Tauchpumpen. Ein weiterer Container ist mit speziellen Gerätschaften für einen Heustock-Brand ausgestattet. Und dies macht deutlich, dass bei entsprechenden Vorfällen irgendwo im Kreis jederzeit die Vöhrenbacher Feuerwehr alarmiert werden kann.

Denn bisher gibt es im Kreisgebiet wohl nur zwei weitere solche speziellen Transportfahrzeuge mit wechselnder Ausrüstung. Allerdings interessieren sich viele weitere Feuerwehren für diesen Gerätewagen Logistik und nutzen hier eifrig die Möglichkeit, sich das neue Fahrzeug in Vöhrenbach genau anzuschauen.

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