Vöhrenbach 1,5 Millionen gegen das Hochwasser
Schwarzwälder-Bote, 07.07.2012 00:30 UhrVon Axel Wolf
Vöhrenbach. Unter die viele Jahre dauernden Anstrengungen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes ist gestern Nachmittag mit einem offiziellen Akt der Schlusspunkt gesetzt worden. Aus diesem Anlass war Ministerialdirigent Helmfried Meinel aus dem Umweltministerium nach Vöhrenbach gekommen.
Satte 1,5 Millionen Euro sind innerhalb von nur drei Jahren in die Maßnahme geflossen, welche die Stadt zwar nicht völlig vor Hochwasser schützen kann, aber doch für weitaus höhere sicherheit als in der Vergangenheit sorgen soll.
Beeindruckende Bilder stimmten die Gäste im Foyer der Festhalle auf das Thema ein. Ernst Thomann vom Ingenieurbüro Ernst führte vor Augen, welch´ katastrophale Folgen die beiden großen Hochwasser-Ereignisse der 90er-Jahre für Stadt und Einwohner gehabt hatten.
Diese gewaltigen Naturereignisse hatten den Anstoß für erste Überlegungen und danach für konkrete Planungen gegeben, wie den Wassermassen von Breg und Langenbach wirkungsvoll begegnet werden könnte. Die Ergebnisse stellte Thomann anhand von Vorher-Nachher-Beispielen entlang beider Wasserläufe im Bild vor.
Dann ließen sich die Gäste – neben dem Vertreter aus dem Ministerium waren dies unter anderem Landrat Sven Hinterseh (bei seinem ersten offiziellen Besuch in Vöhrenbach) sowie die CDU-Abgeordneten Siegfried Kauder (Bundestag) und Karl Rombach (Landtag) zu einigen Schwerpunkten der Baumaßnahmen führen. dies war unter anderem der kleine Steg über den Langenbach nahe der Villinger Straße. Dort zerschnitt Heinel symbolisch ein Band in den Stadtfarben, um das Projekt einzuweihen.
Dann ging es zum Breg-Steg in Verlängerung des Kirchgässles, wo sich die deutlich verbesserten Uferbefestigungen anschaulich zeigen ließen, ehe der umgestaltete Platz beim Heimatgilde-Haus die Möglichkeit bot, die gelungene Verbindung von Hochwasserschutz und Stadtkernsanierung zu demonstrieren.
In seiner anschließenden Ansprache in der Festhalle erinnerte Meinel daran, dass die Vöhrenbacher Maßnahmen ein Teil des Hochwasserschutzprojekts Donau sind. Er kündigte an, dass das Land auch künftig erhebliche Mittel in vergleichbare Maßnahmen investieren werde. Technische Vorkehrung allein genügten nicht, es gehe auch um wirksame Vorsorge und kluges Flächenmanagement.


