Von Anja Schmidt Villingendorf. Das Jahr 2013 kann kommen. Der Villingendorfer Gemeinderat ist mit dem frisch verabschiedeten Haushaltsplan zufrieden.Es ist immer ein wenig feierlich im Ratssaal, wenn der Haushalt in trockenen Tüchern ist. Nicht, weil Adventszeit ist, obwohl in jüngster Sitzung jedes Ratsmitglied mit einem Nikolaus beschenkt wurde. Es ist der Stolz über die zügige Abwicklung, der Dank der Räte an die zahlreichen, aber entspannten Sitzungen und umfangreichen Informationen, und die Sicherheit, auf einem guten Weg zu sein.

"Der Haushaltsplan ist sparsam gestrickt", sagte Karl-Heinz Wachter. Bei einem Investitionsvolumen von 1,3 Millionen Euro sogar noch etwas sparsamer als im vergangenen Jahr. Ohne Not. Der Verwaltungshaushalt steigerte sein Volumen (knapp 6,7 Millionen Euro) gegenüber dem vergangenen Jahr noch einmal deutlich. Doch die Genügsamkeit bei neuen Investitionen und der, wie Kämmerer Michael Hardtmann betonte, enorme Schuldenabbau der vergangenen Jahre sind wohldurchdacht: Sicherlich spielt der Beobachtung der weltweiten Finanzsituation eine Rolle, aber auch das geplante Großprojekt der Gemeinde, die Sanierung der Turn- und Festhalle.

Die erste Sitzung des entsprechenden Ausschusses dazu hat stattgefunden – und auch ein Beschluss wurde bereits gefasst, berichtete Bürgermeister Karl-Heinz Bucher. Um die Bedarfssituation zu ermitteln, würden alle Vereine des Orts angeschrieben. Schon Mitte Februar, so hofft das Turnhallen-Gremium, sollen die Ergebnisse ausgewertet werden. Doch trotz der Ausrichtung auf dieses langersehnte, große Ziel kamen wichtige und notwendige Projekte in der Vergangenheit nicht zu kurz. Auch im Haushaltsjahr 2013 wird einiges auf den Weg gebracht. Der Schaufellader für den Bauhof soll ersetzt werden, es sind Sanierungen des Feldwegnetzes zwischen Neubronnen und Wegscheide geplant, und angedacht ist auch, den Sportverein Villingendorf beim Bau eines Mädchenumkleide- und Sanitärbereichs finanziell zu unterstützen. Allerdings wurde diese Ausgabeposition noch mit einem Sperrvermerk versehen. Auch wurde für die Abwasserbeseitigung ein Betrag von 54 000 Euro eingestellt.