
Villingendorf. Das Projekt zum Thema "Lokales Brauchtum: Die schwäbisch-alemannische Fasnet" erwies sich an der Villingendorfer Schule als Erfolg. Im Mittelpunkt standen Larven, Narrenmarsch und die Habermüasler aus Villingendorf.
Rund 100 Kinder der Klassenstufen drei bis sechs versammelten sich in der Aula zu einem etwas anderen Schultag. Schulleiter Rainer Kropp-Kurta "outete" sich als "Neig’schmeckter", der von der Fasnet in Villingendorf und Rottweil keine rechte Ahnung habe. Er wisse, dass es viele Experten bei den Schülern gäbe, jedoch auch zahlreiche, die seine Unwissenheit teilten. Diese galt es nun, einen ganzen Vormittag zu bekämpfen.
In jahrgangsübergreifenden Gruppen stellten die Kinder unter fachkundiger Anleitung der Lehrerinnen Gabriele Sachsenhauser, Lucie Gundel und Regina Schmidt-Auginski Fasnets-Büchlein, Masken und Bajasse her, während die Larvenschnitzerin Theresia Naujak den Weg vom Baum zur fertigen Maske sowie Fassmalerei vorstellte. Sabina Kratt las aus ihrem Buch über die Rottweiler Fasnet vor und klärte über die Ursprünge des Brauchtums auf. Alexander Nester von der Narrenzunft Villingendorf erläuterte an lebensechten Modellen eines Habermüaslers und Saiers die Villingendorfer Besonderheiten in der schwäbisch-alemannischen Fastnacht.
Die Kinder hatten sichtlich Freude am Projekt, und die beteiligten Lehrer sowie die Fasnets-Experten Kratt, Naujak und Nester waren angetan ob der Atmosphäre und Ergebnisse des Schultags – ein wiederholungswürdiges Projekt, da waren sich alle einig.