Villingen-Schwenningen Wunschkandidat ist männlich, Ende 20

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Von Birgit Krause-Sittnick

Schwarzwald-Baar-Kreis. Eine nachhaltige Veränderung bei der Erzieherinnenausbildung im Schwarzwald-Baar-Kreis streben die Albert-Schweitzer-Schule und die Zinzendorfschulen an und rücken dafür enger zusammen.Die Albert-Schweitzer-Schule in Villingen bietet ab dem neuen Schuljahr erstmals die "Praxisintegrierte Erzieherinnen- und Erzieherausbildung" (PIA) an und hält dafür 30 Plätze bereit. Was noch fehlt, sind genügend Ausbildungsstellen. Die Zinzendorfschulen Königsfeld starten ebenfalls im September mit der Fachschule für Jugend- und Heimerzieher und betreten damit Neuland. Obwohl beide Einrichtungen Wettbewerber sind, ziehen sie nun an einem Strang, "weil es um die Region geht", wie Rainer Wittmann, geschäftsführender Leiter der Zinzendorfschulen, im gestrigen Gespräch betonte, "und darum, junge Leute im Landkreis zu halten", erklärte Barbara Hendricks-Kaiser, Leiterin der Albert-Schweitzer-Schule.

Der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr ab August bringt die Städte und Gemeinden in die Bredouille. Es fehlt an qualifizierten Erzieherinnen an allen Ecken und Enden, an Erziehern sowieso. Daraus sei die Idee der neuen praxisintegrierten Ausbildungsform entstanden, erklärte Ursula Hirt, die federführend für PIA an der Albert-Schweitzer-Schule verantwortlich zeichnet. Damit will man neue Zielgruppen ansprechen, die andere Sichtweisen und Erfahrungen mit einbringen, zum Beispiel Mütter, die nach der Elternzeit eine neue Herausforderung suchen, oder Berufstätige aus anderen Sparten, die sich neu orientieren und engagieren wollen.

Die Zugangsvoraussetzungen seien neu definiert und erweitert worden, so Ursula Hirt. So kann sich zum Beispiel jemand mit zweijähriger abgeschlossener Berufsausbildung und einem sechswöchigen Praktikum in einer sozialpädagogischen Einrichtung auf einen Ausbildungsplatz zum staatlich anerkannten Erzieher bewerben. Unterschied zur traditionellen Ausbildung: Es gibt einen Ausbildungsvertrag mit dem Träger und Urlaub statt Schulferien. Pro Schulwoche stehen drei Tage Unterricht und zwei Tage praktische Ausbildung auf dem Programm. Und vor allem: Während der drei Ausbildungsjahre erhält der angehende Erzieher eine Vergütung von 750 bis 850 Euro monatlich.

Männlich, Ende 20, bereits ein Stück Lebenserfahrung im Gepäck - so, wenn auch nicht ausschließlich, sieht der Wunschkandidat als Jugend- und Heimerzieher für Rainer Wittmann aus. "Die Zinzendorfschulen werden hier in der Region die einzigen sein, die diese Ausbildung anbieten, wobei diese "eine Breitbandausbildung" sei, wie Maria Lütkebohmert-Schilling, Leiterin der Abteilung Sozialpädagogik, erklärte. Somit könnten die Bewerber später in verschiedensten Bereich arbeiten. Derzeit wird noch am Konzept gefeilt. Schwerpunkte bilden unter anderem der interreligiöse Dialog, Inklusion, Heilpädagogik und musisch-kreatives Arbeiten. Die schulische Vollzeitausbildung dauert zwei Jahre. Auf die Abschlussprüfung folgt das Anerkennungsjahr. Eine Vergütung wie bei PIA gibt es allerdings nicht.

Weitere Informationen: Albert-Schweitzer-Schule Bildungszentrum, Telefon 07721/89930, Mail: info@ass-vs.de sowie www.ass-vs.de. Zinzendorfschulen Königsfeld, Telefon 07725/938170, Mail: info@zinzendorfschulen.de sowie www.zinzendorfschulen.de

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