Villingen-Schwenningen - Seit gut einem Monat macht der Winter Pause. Der Schnee, der Anfang Dezember den Räumdienst der Technischen Dienste der Stadt (TDVS) nahezu rund um die Uhr auf Trab gehalten hat, ist längst geschmolzen.

Für Roland Pfaff, stellvertretender Betriebsleiter der TDVS, bedeutet dies keinesfalls Entwarnung. "Für mich ist der Winter noch lange nicht vorbei." Es gebe in jedem Winter solche Perioden wie derzeit, manchmal eben etwas kürzer, dann wieder länger. Zwar habe in den vergangenen Wochen kein Schnee geräumt werden müssen, aber dennoch musste der Streudienst öfter ausrücken wegen Glatteis auf den Straßen, vowiegend in den frühen Morgenstunden.

Wie heftig der erste Schneefall im Dezember war, zeige sich auch am Verbrauch des Streumaterials. Die beiden Lager in Villingen und Schwenningen, die jeweils 600 Tonnen Streusalz fassen, hatten schon einmal aufgefüllt werden müssen.

1200 Tonnen Streugut sei bislang verbraucht worden, so Pfaff. "Da haben wir schon sehr hohe und starke Einsätze gehabt." Derzeit lasse es sich nicht abschätzen, ob sich das warme Wetter günstig auf die Abschlussrechnung der TDVS in dieser Saison auswirkt. "Die heißen Monate" seien erfahrungsgemäß November und Anfang Dezember. Und die Monate Januar, Februar und März stünden noch bevor, meinte Pfaff. Eine Bilanz lasse sich demnach erst im März oder Anfang April ziehen.

Wenn es nach den Meteorologen geht, werde das Wetter zum Wochenende hin umschlagen. Roland Pfaff rechnet mit sinkenden Temperaturen und erneutem Schneefall. Dann ist die Zeit des Überstundenabbaus und des Urlaubs für die rund 130 Fahrer der Räumfahrzeuge und Handkolonnen vorbei.

Innerhalb eines halben Tages habe er seine Mannschaft wieder beisammen, so Pfaff, das sei kein Problem.

Der Räumdienst bedeutet für die Fahrer meist eine hohe physische Belastung, da sie bereits nachts um 3 Uhr ausrücken und viele Stunden hinter dem Steuer sitzen. Zudem ist viel Routine notwendig im Umgang mit den großen Schneepflügen vor der Kühlerhaube. Jedes Jahr erhielten sie eine Einweisung. Fahrer mit wenig Praxiserfahrung würden zuerst auf leichtere Routen geschickt, berichtete Roland Pfaff. Der Rest sei ­"learning by doing".