Villingen-Schwenningen - Die Wild Wings stürmten und erspielten sich ein klares Chancenplus, doch Bietigheim nahm beim 5:2-Sieg die Punkte mit. Schwenningen verpasste beim Debüt von Alex Leavitt somit den Sprung an die Zweitliga-Spitze.

»Wir haben zu viele Chancen vergeben. Das glücklichere Team hat gewonnen« bilanzierte SERC-Coach Stefan Mair das Derby. 3132 Zuschauer sahen zunächst eine überlegene Schwenninger Mannschaft, bei der Leavitt zusammen mit Pierre-Luc Sleigher und Philipp Schlager die zweite Sturmreihe bildete. Stefan Meyer saß so neben dem gesperrten Verteidiger Adam Borzecki als sechster Ausländer auf der Tribüne.

Leavitt tauchte schon nach genau 64 Sekunden gefährlich vor dem Steelers-Gehäuse auf, doch Goalie Vollmer war auf dem Posten. Besser machte es auf der anderen Seite Sommerfeld (4.), der die erste Chance der Gäste eiskalt verwertete. Dank Torwart Lukas Lang überstand der SERC dann ein Unterzahlspiel, bevor Rob Hennigar und Sleigher innerhalb von 19 Sekunden das Spiel drehten. Vollmer machte seinen Fehler beim 1:2 bei Unterzahl-Breaks von Schlager (19.) und Matthias Forster (20.) wieder gut. Den Applaus hatten sich die Wild Wings nach einem starken und temporeichen ersten Abschnitt redlich verdient.

Zu Beginn des zweiten Drittels hatten die Schwenninger Glück bei einem Quinlan-Pfostenschuss (24.), dann Pech bei einer Doppelchance von Dan Hacker (27.). Die Wild Wings überbrückten weiter schnell und gezielt die neutrale Zone und kamen immer wieder gefährlich zum Abschluss, doch erneut Hacker und Hennigar (32.) vergaben die Chance zum 3:1.

Wie man effektiv seine Möglichkeiten nutzt, zeigten dagegen die Steelers-Stürmer St. Jacques (35.) und Fenton (38.). Schwenningen stürmt, Bietigheim trifft – so lautete die Erkenntnis nach gutklassigen 40 Minuten. Auch Peter Boon (45.), Jason Pinizzotto (48.) und Schlager (50.) änderten an dieser nichts. Wie es geht, zeigte Heatley (55.) nach einem Pinizzotto-Fehler. Per Empty-Net-Goal machte dann Sommerfeld alles klar.