Villingen-Schwenningen Was klein "Nano" so alles kann

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Gespannt nehmen die vielen Zuhörer in der Feintechnikschule das auf, was Experten über Nanoteile berichten. Foto: Feintechnikschule Foto: Schwarzwälder-Bote

VS-Schwenningen. Nanotechnologie – kleine Teile, große Wirkung: Unter diesem Motto wurden Feintechnikschule (FTS) Vorträge von ausgewiesenen Nanotechnologie-Experten gehalten.

Gut oder böse? Schädlich oder nützlich? Zukunftsorientiert oder Hexenwerk? Die Veranstaltung beantwortete diese Fragen aus erster Hand. 120 Zuhörer lauschten gespannt den Erklärungen der Professoren der Universität Konstanz und der Steinbeis-Stiftung. Vor allem für regional ansässige kleine und mittlere Unternehmen kann die Nanotechnologie Vorteile mit erheblichen Auswirkungen bringen. Gerade die Feintechnikschule ist ein prädestinierter Ort für das Thema Nanotechnologie, sagte Thomas Ettwein, Leiter der Feintechnikschule.

Mit kleinen Teilen kennt sich die Schule schon seit mehr als 100 Jahren trefflich aus. Wer weiß, wann das Thema "Nano" Einzug in den Ausbildungsplan hält. Wolfgang Müller vom Steinbeis-Zentrum in Villingen, langjähriger Kooperationspartner der Feintechnikschule und seit neuestem Geschäftsführer des Nano-Zentrum Euregio-Bodensee, weiß von der Bedeutung der Nanotechnologie: "Viele kleine und mittlere Unternehmen der Region können ihre Produkte mit Hilfe der Nanotechnologie wesentlich verbessern." Die beiden Professoren Schatz und Boneberg, die an der Universität Konstanz lehren und zusammen ein Steinbeis-Transferzentrum für Nanotechnologie betreiben, erzählten in einprägsamer Weise, um was es sich bei der Technologie handelt. Einfach und verständlich erklärte Professor Schatz, wie klein "Nano" wirklich ist: Ein Nanometer verhält sich zu einem Meter wie der Durchmesser eines Ein-Cent-Stückes zum Durchmesser der Erde.

Professor Boneberg erläuterte den Nutzen für kleine und mittlere Unternehmen mit Beispielsprojekten aus der Praxis. So konnte ein kleines Unternehmen Implantate entwickeln, die wesentlich länger halten, besser mit dem Körper verwachsen und darauf durch ein Röntgenbild überprüft werden können.

Die Diskussionsrunden wurden intensiv genutzt. So fragte eine Zuhörerin, die Großmutter ist, wie es sich denn mit Zulassungsverfahren verhält und was wir ihren Enkeln hinterlassen. Professor Schatz beruhigte: Nicht überall, wo Nano draufsteht, sei Nano drin. Wenn man aufpasst, könne jede Technologie Nutzen bringen. Eine deutliche Absage erteilte er dem Thema Lebensmittel und Nanotechnologie. Auch über die in Deodorants und Sonnencremes befindlichen Nanopartikel wurde angeregt diskutiert. Schatz mahnte die Politik an, Rahmenbedingungen zu schaffen, die verbraucherfreundlich sind. "Da besteht Nachholbedarf", so Schatz.

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