Villingen-Schwenningen Von den kleinen Pannen im Alltag

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Hatten viel Spaß, die Geschichten aus dem Städtle zusammenzutragen und von manch einem Missgeschick zu erzählen: das Team der Villinger Narrozeitung mit (von links) Barbara Walz, Dieter Wacker, Matthias Reiner, Lambert Hermle, Clemens Wursthorn, Cecilia Rottler und Peter Kerber. Foto: Eich Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Martina Zieglwalner

Dass sie Spaß daran haben, die kleineren und größeren Missgeschicke aus dem Alltag ihrer Mitmenschen zu Papier zu bringen, sich aber ebenso gern über sich selbst und die Zunft lustig machen, das ist ihnen anzumerken: den Redakteuren der Narrozeitung.

VS-Villingen. Jahr für Jahr legen sie ein mit Späßen und Anekdoten gefülltes Blatt vor, dass wieder 16 Seiten samt passenden Fotos umfasst. Der Dialog von "Marti und Muckle" fehlt auch in der 89. Ausgabe nicht. Das Team greift Trends der Zeit ironisch auf, dieses Jahr waren die Mitglieder auf Selfie-Jagd und haben sich an ihren Lieblingsplätzen in der Stadt fotografiert.

Und auch eine Titelstory, die sich durchs ganze Blatt zieht, haben sich die zwölf närrischen Redakteure wieder ausgedacht: Da mit dem Ausstieg des FC 08 aus der Organisation des Fests "9 am Münster" ein Verein abhanden gekommen ist, suchen sie kurzerhand nach neuen Mitstreitern und präsentieren als Kandidaten den "Club der Fasnetsucher", "Die Anonymen Villingerle", die "Sportfreunde Dicke Bollen", die "Interessengemeinschaft Badisches Bier" und den "Verein der Zeitungspappnasen". Und was sie sich da für den Bewerbungssteckbrief ausgedacht haben, ist köstlich zu lesen.

Ebenso aber auch die vielen Geschichten, die sich tatsächlich im Leben des ein oder anderen bekannten Villinger zugetragen haben. Gerade Zunftmeister Joachim Wöhrle hat den Redakteuren einige Steilvorlagen geliefert, die sie mit Freude für ihr Blatt ausgeschlachtet haben, wie der erste Narrenredakteur Dieter Wacker mit einem Schmunzeln zugibt. Seit September haben sie sich ein mal in der Woche getroffen, um all die Pannen aus dem Alltag zusammenzutragen und in Texten oder Versen festzuhalten, ob eine Tänzerin aus dem Zunftballet gleich beim Hin- und Rückflug zu spät zum Flieger kommt und alle Passagiere warten müssen, der Hobby-Fischzüchter mangels Fang seinen Gästen tiefgekühlte Forellen aus dem Discounter auftischt oder einige Rats- und Ehrenratsherren bei einer Führung in der Zehntscheuer einer Teilnehmerin die Rollen völlig falsch anlegt. Auch ein Metzger bekommt sein Fett ab, der in seiner Filiale in der Villinger Innenstadt "Fasnatskracher" und Saiten an den Mann bringen wollte. Die Zeitung ist also wieder mit Humor gespickt.

Mit viel Vernügen sei er so 15 Jahre an der Spitze der Redaktionstruppe gestanden, betont Wacker. Doch jetzt ist für den ersten Narrenredakteur Schluss: Zumindestens die Verantwortung übernimmt der bisherige zweite Narrenredakteur Clemens Wursthorn, so dass ein nahtloser Übergang gewährleistet ist. "Aber wir bauen darauf, dass er uns ab und zu unterstützt", stellt Barbara Walz fest, die auch fürs Layout zuständig ist.

Schreibender Nachwuchs sei immer willkommen, der gerne frischen Wind und neue Ideen mitbringen dürfe. Und froh wäre das Team über Informanten, erklärt Wacker. Denn der Informationsfluss habe nachgelassen, bedauert er. Aber zum Glück ist der übliche Umfang zusammengekommen. Denn die Leser haben bei der Lektüre sicherlich ebenso ihren Spaß wie die Redakteure beim Schreiben.

Heute bringen sie die ersten Exemplare bei der Hauptversammlung der Narrozunft unter die Leute, an Dreikönig ist das Blatt in Schwenningen beim Abstauben und in Villingen beim Brunnenschmücken erhältlich, später zudem an den üblichen Verkaufsstellen. Und am Samstag, 9. Januar, ist die Redaktionsmannschaft ab 10 Uhr an einem Stand in der Rietstraße anzutreffen.

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