VS-Villingen - Nach der Einführung eines metallenen Pins als Fastnachtsabzeichen im Vorjahr wird es 2013 nun eine überdachte und mobile Sitztribüne mit 114 Plätzen an der Umzugsstrecke geben – die Villinger Fasnet wird immer moderner. Bei der Jahresversammlung der Zuggesellschaft wurde beides vorgestellt. Den nächstjährigen Pin hat die Historische Narrozunft gestaltet und er zeigt ein Surhebl-Morbili-Paar. Das wird im Vorverkauf ab 4. Januar im Kulturamt, der Tourist-Information im Franziskaner, bei den Vereinen und während der Fastnacht auf den Straßen zu haben sein.

Geschäftsführer Artur Repp warb dafür bei den Vereinsvertretern um private Verkäufer. 60 Cent Provision fallen dabei pro Vier-Euro-Pin an. Den Verkauf möchte Repp optimieren, da bei der Fasnet 2012 lediglich 7300 Pins verkauft wurden – 1400 weniger als die Kunstoffabzeichen in den Jahren zuvor. Auch werden an den Haupteingängen zur Stadt wieder Fahnen aufgehängt, die zu fairem Verhalten durch Kauf eines Pins animieren sollen. Das Defizit der jüngsen Fasnet in Höhe von 8000 Euro trägt das Kulturamt.

Zur Minimierung des Verlustes könne die geplante Zuschauertribüne vielleicht ein wenig beitragen, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Zuggesellschaft, Joachim Wöhrle. Die überdachten 114 Sitzplätze werden in der Oberen Straße vor der Stadtkasse stehen. Im Vorverkauf können dort Plätze erstanden werden: Am Montag kostet einer zwölf Euro inklusive Pin, am Dienstag 15 Euro, und ein Kombiticket ist für 24 Euro zu haben. Auch ein Grillstand werde in der Nähe platziert: "Die Versorgung der Gäste ist gesichert", versprach Joachim Wöhrle.

Die Glonkigilde habe ihren 16.30-Uhr-Umzug am Fasnetmontag zu Gunsten der Tribüne verlegt. Von der Niederen Straße biegen sie nicht nach links in die Rietstraße ab, sondern setzen ihren Zug geradeaus durch die Obere Straße fort.

"Ich bin nicht gekommen, um die Villinger Fasnet trockenzulegen", versprach Roland Kurz. Der Leiter der Fachstelle Sucht stellte das fastnachtliche Programm der "lokalen Alkoholmissbrauchsprävention" vor und erntete dafür Anerkennung. Die Kooperation unter Leitung mehrerer städtischer Ämter und Institutionen sieht unter anderem die Einrichtung eines "Stübles" als Anlaufstelle für Jugendliche vor.

Oberbürgermeister Rupert Kubon wurde als Vorsitzender der Zuggesellschaft und Jürgen Sulzmann von den Fleck-Fleck als Vertreter der Kleinen Vereine im Vorstand wiedergewählt. Die Aktion "Bächleabdecken" wird am 29. November ab 18 Uhr durch die Vereine durchgeführt.

Als Gastzünfte dürfen beim großen Umzug am Dienstag diesmal die Schwenninger Ziegelbuben und die Marbacher Talbachhexen mitlaufen.