Villingen-Schwenningen Tische landen im Möglingssee
Sabine Streck, 19.04.2012 03:02 Uhr
Manuela Ferro zeigt die kaputten Tische und Stühle, die in den Möglingssee geschmissen wurden.Foto: Streck
Villingen-Schwenningen - Manuela Ferro, Pächterin des Cafés in der Biwakschachtel auf der Möglingshöhe, sieht seit Wochen mit Sorge, dass nachts der Möglingspark nicht mehr verschlossen wird. Der private Schließdienst, den die Stadt engagiert habe, bleibe untätig, meint sie.
Das Ergebnis hat sie schon schmerzlich zu spüren bekommen. Die Glasplatten von zwei Tischen wurden auf der Terrasse vor der Biwakschachtel zerschlagen, Stühle und Tische in den Möglingssee geschmissen. Die Bauzäune, die im vorderen Bereich des ehemaligen Landesgartenschaugeländes bei der Fußgängerbrücke aufgestellt waren, seien Tage lang wild durcheinander umhergelegen. Erst seit Dienstag stünden sie wieder ordnungsgemäß da. Bereits im Herbst sei in die Biwakschachtel eingebrochen worden.
Die Stadt müsse dringend handeln, meinte Ferro, denn durch Randalierer sollte das gute Bild des neuen Anziehungspunkts in Schwenningen nicht kaputt gemacht werden. Außerdem sei das Geld, das die Stadt für den Schließdienst bezahle, zum Fenster rausgeschmissen, wenn der untätig bleibe.
Nicht nur um die Biwakschachtel, sondern auch im vorderen Bereich des Geländes hätten Randalierer bereits ihr Unwesen getrieben. So seien zum Beispiel Blumenstöcke herausgerissen worden. Das sei schade, jetzt, wo die Ehrenamtlichen des Vereins Pro VS wieder im Einsatz sind. Immer wieder läge Müll auf den Wegen. Ferro appelliert auch an die Bürger, wachsam zu sein.
Im Technischen Ausschuss wurde diese Problematik jetzt angesprochen. Jürgen Schnekenburger (FDP) bestätigte, dass seit rund vier Wochen der Park nachts nicht mehr verschlossen und schon einiges kaputt gegangen sei. Bürgermeister Rolf Fußhoeller wusste von einem unverschlossenen Tor und mehreren unberechtigten Zutritten. Siegfried Heinzmann (SPD) regte an, den Vorstand des Umweltzentrums anzusprechen, dass der die Tore nach Veranstaltungen im Umweltzentrum verschließe.
Fußhoeller war skeptisch, er wolle keine wechselnden Zuständigkeiten. Von der Pressestelle der Stadt war gestern keine Stellungnahme zu erhalten.


