Villingen-Schwenningen Talente für die Wild Wings
Gunter Wiedemann, 26.07.2012 04:02 UhrVillingen-Schwenningen - Mittelfristig sollen wieder verstärkt Eigengewächse des Schwenninger ERC bei den Wild Wings spielen. Um dieses Ziel zu erreichen, entwickelten die Verantwortlichen der Profis und der Nachwuchsabteilung das gemeinsame Modell "PRO-Förderung".
Die Gründe: In den vergangenen fünf Jahren verließen rund 30 Talente den SERC nach der Schülerzeit, schlossen sich im Jugend- und im Juniorenbereich hochklassig spielenden Vereinen an. "Dies hatte finanzielle und strukturelle Gründe", weiß SERC-Jugendleiter Uwe Schlenker, dass viele Nachwuchs-Cracks die Schwenninger vor allem aufgrund der fehlenden sportlichen Perspektiven – Jugend- und Juniorenteams der Neckarstädter spielten in den vergangenen Jahren nicht in Bundesligen – verließen.
Eine Verzahnung zwischen Nachwuchsabteilung und Profi-Spielbetrieb gab es so kaum. PRO-Förderung: "Die PRO-Förderung soll mittelfristig den nachweislich vielen Talenten die weitere Ausbildung und den Spielbetrieb in Schwenningen ermöglichen. Die Besten können so sicher den Sprung in die Profimannschaft schaffen", geben Thomas Burger und Michael Werner, die Geschäftsführer der Wild Wings GmbH, die Richtung für die Zukunft vor.
Das finanzielle Risiko, so Werner, für das auf mindestens vier Jahre ausgelegte Projekt trage die GmbH. Personalien: Klar ist aber, dass bis dahin ein weiter Weg ist. "Das ist eine mittel- und langfristige Geschichte", weiß Wild-Wings-Co-Trainer An- dreas Renz, der als Projekt-Koordinator eng mit SERC-Nachwuchscheftrainer Wayne Hynes zusammenarbeiten wird. Beide sollen gezielt noch großen Talenten "fahnden". Umsetzung: Zielgerecht soll das Projekt "PRO-Förderung" also die heimischen Spieler im Alter zwischen 15 und 20 Jahren an den Profileistungssport heranführen und an den Standort Schwenningen binden. Deshalb werden die Jugend- und die Junioren-Mannschaft von nun an unter dem Oberbegriff "JuniorWings" agieren.
Natürlich sind optimale Rahmenbedingungen für die Talente die Voraussetzung, dass das Konzept aufgehen kann. So sollen externe Spieler, die durch das neue Konzept vermehrt den Weg in die Neckarstadt finden sollen (es werden noch Talente für die kommende Runde gesucht), besser unterstützt. "Aktuell suchen wir noch Gasteltern für Neuzugänge", so Schlenker. Doch externe Talente sollen nicht nur bei Gasteltern untergebracht werden, auch eine Kooperation mit dem Ski-Internat in Furtwangen (SKIF) und Unterstützung bei der Ausbildungsplatzsuche sollen dazu führen, dass Spieler aus entfernteren Regionen den Weg nach Schwenningen finden.
Übrigens werden die JuniorWings-Teams das gleiche Trikot wie die Wild Wings tragen. Die Ziele: Sportliches Ziel ist es, dass mittelfristig die Schüler, die Jugend und die Junioren des SERC in der Bundesliga spielen. "Langfristig sollen die JuniorWings in der Deutschen-Nachwuchs-Liga (DNL) auflaufen", so Schlenker. 26. August: Am 26. August werden sich vor dem Testspiel der Wild Wings gegen Basel die SERC-Nachwuchsteams präsentieren. Dann ist auch Rückkehrer Marcel Thomé dabei, der bei den Wild Wings eine Chance bekommen soll, vor allem aber die Junioren unterstützen wird.




