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Villingen-Schwenningen Stolpersteindebatte im Radio

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Villingen-Schwenningen (st). Das Thema Stolpersteine in Villingen-Schwenningen ist in der Presselandschaft Deutschlands derzeit präsent. Gestern hat der Radiosender SWR2 sich dessen angenommen und einen halbstündigen Stimmungsbericht gesendet, in dem der Gemeinderatsbeschluss gegen die Stolpersteine und seine Folgen beleuchtet wurden.

Die beiden Zeitzeugen Lisa Boulton und Ludwig Lazzer aus Villingen kamen ebenso zu Wort wie CDU-Stadträtin Renate Breuning, die bereits 2004 gegen die Stolpersteine gestimmt hatte und auch jetzt bei ihrem Votum blieb. Lisa Boulton fühlt sich verantwortlich. Für sie ist das Setzen der Stolpersteine das "Mindeste, was wir tun können." Renate Breuning hatte zum Interview einen dicken Ordner mitgebracht mit Briefen, die ihre Entscheidung kritisieren, heißt es im Radiobericht. Sie untermauerte noch einmal ihre Haltung damit, dass der Bevölkerung nicht vorgeschrieben werden könne, wo sie der Opfer gedenken solle. Zudem dürften die Hauseigentümer nicht stigmatisiert und die Bewohner über Gebühr belastet werden. Dass Breuning nicht mit den Hausbewohnern gesprochen habe, fügte die Radiojournalistin an. Ganz offensichtlich sei dies ein heikles Thema in der Stadt. Die einzigen Hauseigentümer, die sich öffentlich äußern, sind Monika und Ulrich Merkle. Sie finden die Stolpersteine eine gute Form, hätten aber ihre Mieter in der Rietstraße 43 noch nicht gefragt.

Dass bei den Befürwortern die Hoffnung auf Verlegung der Stolpersteine besteht, werde in dem regelmäßigen runden Tisch, den Mahnwachen auf Villinger Münsterplatz und der baldigen Vereinsgründung deutlich. Der Gemeinderat hat nun über den Vorschlag der CDU-Fraktion abzustimmen, ein Mahnmal mit allen Namen der Deportieren zu errichten. Kostenpunkt mindestens 20 000 Euro für die Stadt. Die Stolpersteine hätten die Stadt nichts gekostet.

 
 

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