Villingen-Schwenningen Stadtgeflüster wird zum Selbstläufer

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Die Facebook-Gruppe "Stadtgeflüster VS" gibt es seit etwa zwei Jahren. Foto: Screenshot

Villingen-Schwenningen. Was ursprünglich eigentlich als Schnapsidee gedacht war, entwickelte sich zu einer der größten VS-Plattformen im sozialen Netzwerk: Hartmut Kersten hat die Facebook-Gruppe Stadtgeflüster VS gegründet.

Über 5000 Mitglieder, rege Diskussionen und viele Tipps für die Bürger: Die Facebook-Gruppe »Stadtgeflüster VS« hat sich im sozialen Netzwerk längst einen Namen gemacht. »Ich wollte einfach eine Seite für Regionalinteressierte, jene, die mal hier gewohnt haben oder hier her ziehen möchten«, erklärt der Gründer, Hartmut Kersten, zu seinen Beweggründen.

Idee: Plattform für etwas Nützliches

Der 43-Jährige gibt aber auch gleich zu: »Eigentlich war das eher so eine Schnapsidee.« Bei der Gründung vor zwei Jahren hätte ihn genervt, »dass immer so viel Blödsinn hin und her gepostet wird«. Da sei die Idee aufgekommen, die Plattform für etwas Nützliches aufzubauen – Fragen, Tipps und ein Austausch untereinander zum Stadtgeschehen. Zunächst habe er Bekannte eingeladen, dass es solche Ausmaße annehmen würde, hatte sich der gebürtige Villinger im Traum nicht vorstellen können. »Ich hab mal so 100 Mitglieder angepeilt gehabt.«

Doch schon nach einem Jahr seien 1000 VS-Interessierte beigetreten, danach hätte sich »Stadtgeflüster« zu einem Selbstläufer entwickelt. Man schrieb eifrig, kommentierte, teilte Beiträge – plötzlich sei es mit neuen Mitgliedern immer schneller gegangen.

Kommen dann nicht auch immer öfter unpassende Beiträge? »Das hält sich eigentlich in Grenzen«, ist Kersten, dessen Vater die gleichnamige Metzgerei in der Färberstraße geführt hatte, froh über »viele anständige Leute«. Natürlich sei es so, dass sich ab und an mal manche in die Wolle kriegen – dass er Beleidigungen runternehmen muss, käme allerdings nur selten vorkomme. Oft geben mir dann auch Bekannte Bescheid, wenn etwas nicht in Ordnung ist.«

Das sei aber die Ausnahme, stattdessen ist der gelernte Bankkaufmann mit der Entwicklung vom Stadtgeflüster überaus zufrieden. »Es macht mir zum Beispiel eine unglaubliche Freude, wenn jemand etwas sucht und über die Gruppe wieder findet«, so Kersten, der derzeit als Firmenkundenbetreuer bei einem Online-Transportvermittler arbeitet. Das sei auch der Gedanke, der die Plattform aufrecht erhalten soll: Sich gegenseitig unterstützen und helfen. »Mittlerweile ist es so, wie ich es mir vorgestellt habe, nur deutlich größer.«

So fragen die Menschen nach besonderen Restaurants, helfen auf der Suche nach Tierärzten, geben Tipps für Veranstaltungen, diskutieren über das Stadtgeschehen oder suchen neue Kontakte. »Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein Stadtgeflüster-Baby«, lacht Kersten. Bisher sei ihm aber nicht bekannt, dass jemand über die Gruppe die große Liebe gefunden hat.

Aber was nicht ist, kann aber noch werden – schließlich wächst die Plattform weiter unaufhörlich. Es wird also sicherlich bald in noch größerer Runde über das Stadtgeschehen »geflüstert«.

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