Villingen-Schwenningen - Die Schwenninger Wild Wings gehen trotz der gestrigen 0:3-Derbyniederlage gegen Heilbronn als Zweitliga-Tabellenführer in die Deutschland-Cup-Pause. »Wir waren heute in der Offensive zu harmlos und haben deshalb Punkte auch nicht verdient. Heilbronn hat clever gespielt«, bilanzierte SERC-Coach Stefan Mair, dessen Team damit die Revanche für die 0:4-Niederlage am 28. September gegen die Falken nicht gelang.

Bei den Wild Wings fehlte nur Verteidiger Mirko Sacher, die Falken mussten auf die Goalies Kevin Nastiuk und Domenic Bartels, die Verteidiger Michail Kozhevnikov und Pat Baum sowie auf Stürmer Adriano Carciola verzichten.

Schwenningens Torwart Lukas Lang sah im ersten Drittel ein temporeiches Spiel und einige Chancen seiner Vorderleute. Doch Matthias Forster (2.), Stefan Meyer (3.), Ray Macias (6.) und Pierre-Luc Sleigher (8.) kamen an NHL-Keeper Bernier nicht vorbei. Schwenningen war optisch überlegen, kombinierte gefällig und hatte ein leichtes Plus an Möglichkeiten, doch die Scheibe wollte einfach nicht ins Falken-Netz.

Effektiver waren die disziplinierten Gäste. Walton nutzte kurz vor dem Ende des ersten Abschnitts die einzige Powerplay-Situation in den ersten 20 Minuten zur Gäste­Führung. Léveillé hatte dann nach einem Sleigher-Fehler (27.) gar das 2:0 auf dem Schläger, doch Lang behielt beim Break des Falken die Ruhe. Heilbronn machte nun geschickt die Räume zu, unterband so das Aufbauspiel der Wild Wings, die erst in der Schlussphase des Mitteldrittels wieder etwas besser ins Spiel fanden. Doch wirklich gefährlich wurde es für Bernier auch bei einer kurzzeitigen 5:3-Überzahl der Schwenninger nicht.

Diese mussten sich für den letzten Durchgang etwas einfallen lassen, um clever agierende Heilbronner noch zu bezwingen. Doch es kam anders: Billich (42.) tauchte nach einem Fehler der Schwenninger alleine vor Lang aus, tanzte diesen aus und schob die Scheibe zum 2:0 locker über die Linie. Zwei Zeigerumdrehungen später hätte Capraro für die Entscheidung sorgen können, aber dieses Mal stand Lang richtig.

Die Wild Wings bemühten sich um den Anschluss, aber es fehlte weiter an der Durchschlagskraft und an den Ideen in der Offensive. Nach einer Auszeit (53.) hätte Jason Pinizzotto (54.) noch einmal für Hoffnung sorgen können, doch wieder stand der überragende Bernier im Weg.

Dann machte Calce (56.) für die Gäste alles klar. Am Ende feierten die Falken einen zu hohen, aber verdienten Sieg.

Schwenninger Wild Wings – Falken 0:3 (0:1, 0:0, 0:2).

Tore: 0:1 Walton (19:45/4:5), 0:2 Billich (41:03), 0:3 Calce (55:28).

Strafen: Wild Wings 4 – Falken 6.

Schiedsrichter: Westrich (Zweibrücken).

Zuschauer: 2890.