
VS-Pfaffenweiler (mtb). Es war erneut eine rauschende Konzertnacht. Wer dachte, das Gasthaus Rössle sei beim letzten Konzert der "Rolling Bones" bereits voll gewesen, wurde dieses Mal eines Besseren belehrt. Das Ristorante im Herzen von Pfaffenweiler platzte beim Auftritt der Rockband aus allen Nähten. Und die Gäste wurden nicht enttäuscht: Wieder einmal zeigten die "Bones" ihre Qualitäten als Unterhaltungsband für alle Generationen.
Über vier Stunden Rockmusik vom Feinsten lieferte das Sextett um die Sänger Christian Ongyert und Armin Kaltenbach, die erneut mit ihren eigenen Stimmqualitäten für eine gelungene Mischung sorgten. Die Gitarristen Martin Straßacker und Helmut Möller, Bassist Ulli Holger sowie Drummer Thomas Lesar bescherten dazu einen knackigen Sound.
Das Programm bot die gewohnte Abwechslung: von den Anfängen des Rock in den 60ern über die großen Hymnen der 80er bis zu den Hits des neuen Jahrtausends – die Band hat alles im Repertoire. Besonders wohl fühlt sich die Band bekanntermaßen im Rössle, die Gastwirtschaft ist praktisch die Arena für die "Heimspiele" der Band. Für Wirt Giovanni und das treue Publikum, das aus Pfaffenweiler aber auch aus der ganzen Stadt und dem größeren Umland zusammenkommt, hatten die "Bones" die Hymne "Hey hey Rössle" komponiert.
Überhaupt reichert die Band ihre Setlist mit immer mehr Eigenkompositionen von Christian Ongyert an, die beim Publikum auch bestes Gehör finden. Viele Gäste waren von der Musik wieder so inspiriert, dass es sie auf die Tanzfläche zog und die Veranstaltung so weitere Dynamik erhielt. Als guter Entertainer erwies sich Armin Kaltenbach besonders bei seinem Sahnestück "Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz", bei dem er die Fans im Publikum gekonnt miteinbezog. Ohnehin sorgten insbesondere Westernhagens Deutschrock-Klassiker dafür, dass auch das Publikum seine Gesangqualitäten miteinbrachte. Standesgemäß schlossen die "Bones" das Programm nach einigen Zugaben mit "No woman, no cry" glänzend ab.
Der Auftritt schreit nach einer Fortsetzung, und die Band wird mit Sicherheit gerne wieder kommen. Fraglich dürfte nur sein, ob der Wirt seine "Arena" nicht irgendwann vergrößern muss, falls sich der Andrang weiter so vermehrt.