Villingen-Schwenningen (bn). Im Landesvergleich überdurchschnittliche 3000 an Alzheimer Erkrankte sind im Schwarzwald-Baar-Kreis gemeldet, bundesweit sind es 1,4 Millionen. Bald werde es in jeder dritten Familie einen Demenzkranken geben, sagt der Arbeitskreis Demenz im Gesundheitsamt. Vor allem auf Grundlage von Spenden sollen daher, so Regina Büntjen, Schulprojekte zum Thema finanziert werden.

Schon Kinder müssten die Erkrankung verstehen lernen, mit der sie aufgrund der zunehmenden Alterung in der Gesellschaft immer häufiger konfrontiert sein werden, findet Peter Graf zu Dohna vom Arbeitskreis (AK). Gerlinde Kastl, AK-Mitglied und Pflegeberaterin der Schwenninger Krankenkasse, hat hierzu in Schulen bereits Aufklärungsarbeit geleistet.

Auch in der Goldenbühlschule beschäftigten sich Schüler mit Demenz und besuchten dazu eine benachbarte Tagespflege mit dem Ergebnis, dass sie sich mit den alten Menschen dort auch nach Ende des Projektes weiter treffen. In der Donaueschinger Eichendorffschule wurde das Thema im Fach Ethik behandelt, und in der Friedensschule in Schwenningen hat AK-Mitglied Christa Lörcher mit Siebtklässlern einen Tanznachmittag im Salinen-Café eingerichtet.

Dem AK liegen Praxisordner mit Unterrichtsmaterial für Lehrer vor, nach dem selbstständig gearbeitet werden könne, sagte Büntjen. Die Ordner sind über den AK-Demenz (r.buentjen@lrasbk.de) oder direkt bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft zu bekommen. Auf Anfrage kommen AK-Mitglieder in die Klassen. Auch hierfür stellt Regina Büntjen den Kontakt her.

Noch mehr Schulprojekte zu installieren hofft der Arbeitskreis jetzt auch durch ein seit Oktober aufgelegtes Projekt von sechs Studentinnen der Hochschule Furtwangen im Studiengang "Angewandte Gesundheitswissenschaft".