Villingen-Schwenningen Saison für Wild Wings beendet

Gunter Wiedemann und Michael Bundesmann, 10.04.2012 05:52 Uhr

Villingen-Schwenningen - Schluss! Aus! Vorbei! Rosenheim gewann am Sonntagabend das sechste Spiel der Halbfinal-Serie gegen die Wild Wings mit 4:1. Damit entschieden die Starbulls die Vorschlussrunde mit 4:2-Siegen für sich. Für Schwenningen ist die Saison beendet.

Mit dem wieder spielberechtigten Peter Boon, aber ohne den verletzten Rob Sandrock hatte zunächst SERC-Goalie Mathias Lange einiges zu tun. Kein Wunder – kassierten die Schwenninger doch zu viele Strafzeiten. Folgerichtig brachte der Ex-Wild-Wing Ryan Gaucher (16.) die Starbulls in doppelter Überzahl vor 5900 Fans – darunter rund 300 Schwenninger – mit 1:0 in Führung. Wenig später traf SERC-Verteidiger Adam Borzecki nur die Latte.

Im zweiten Drittel verstärkten die Wild Wings die Offensivbemühungen. Mirko Sacher und Pierre-Luc Sleigher verpassten nur knapp den Ausgleich. Corey Quirk (28.) und Marcus Marsall (34) – nach einer Schwenninger Auszeit wieder per Powerplay – machten es auf der anderen Seite besser. 3:0 – nun sprach nicht mehr viel für einen Showdown am Mittwoch. Etwas mehr wieder, als Pierre-Luc Sleigher (46.) auf 1:3 verkürzte. Schwenningen versuchte noch einmal alles. Coach Jürgen Rumrich ersetzte so schon gut zwei Minuten vor der Schlusssirene Goalie Lange durch einen sechsten Feldspieler. Dies nutzte Michael Baindl (60.) per Empty-Net-Goal zum 4:1. Um 21.43 Uhr war für die Wild Wings die Saison beendet. Eine schwache Chancenverwertung, zu wenig effektives Überzahlspiel und zu viele Strafzeiten – so kommt man eben nicht ins Finale.

Jürgen Rumrich betonte nach seinem letzten Spiel an der SERC-Bande, dass »wir die Serie nicht heute verloren haben, sondern in den beiden Heimspielen. Die Enttäuschung ist riesengroß«.
Am Samstagabend hatten die Wild Wings vor 5608 Zuschauern ihr Heimspiel unglücklich mit 2:3 (1:1, 0:0, 1:2) gegen Rosenheim verloren. Eine Minute vor dem Ende hatte Schwenningens Verteidiger Chris Schmidt eine Strafe erhalten – zehn Sekunden vor dem Schlusszeichen schaffte Asselin den Siegestreffer für die Starbulls. In den Mittelpunkt schob sich allerdings Schiedsrichter Florian Zehetleitner (Oberstdorf).

In der 26. Minute hatte der Schiri ein reguläres Tor durch Walker wegen angeblichem Torraumabseits nicht gegeben. Mitch Stephens hatte in Unterzahl für die Gäste das 1:0 (16.) erzielt – Dan Hacker glich im Powerplay (19.) aus. David Walker (51.) schien die Schwenninger aber doch auf die Siegesstraße zu bringen, ehe Patrick Asselin (56./60.) zum Rosenheimer Sieg traf. Bei den Wild Wings war neben dem gesperrten Peter Boon auch Rob Sandrock kurzfristig ausgefallen.

 
 
Weitere Artikel
 
Kommentare (0)
  • Kommentare anzeigen
Anzeigen