
Von Babette Staiger
VS-Villingen. Der DRK-Ortsverband Villingen gestaltete einen interessanten Kindernachmittag, an dem nicht nur die Rettungshunde zeigten, was sie können.
38 Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren konnten gestern in der Zentrale des DRK Villingen erleben, wie der Rettungsdienst funktioniert.
Die Flächensuchhunde waren natürlich eine Attraktion. Dabei werden die meisten auf Leckerli trainiert, damit sie Spaß daran haben, vermisste oder in Not geratene Personen aufzufinden. Auch sie durchlaufen – wie die Menschen – eine anspruchsvolle Ausbildung.
Auf dem Programm standen also nicht nur "Arm-Verbinden" und ein Blick in den Rettungswagen. In zwei Gruppen durften die Kinder sogar die Leitzentrale besichtigen, wo Holger Greuel, der stellvertretende Leiter, geduldig die Bedeutung der flimmernden Bildschirme und klingelnden Telefone erklärte.
Erstaunlich klein ist das dortige Team: Nur fünf Männer und Frauen teilen sich täglich den Dienst in dieser Abteilung, darunter zwei Freiwillige. Dennoch schafft es das Rote Kreuz in den meisten Fällen, die vorgeschriebenen 15 Minuten Wartezeit bis zum Eintreffen eines Rettungsfahrzeugs einzuhalten.
Kein Wunder, denn acht Funkkanäle sind ständig geöffnet, und an jedem Leitposten hängen vier Bildschirme, die es problemlos ermöglichen, einen Unglücksort auszumachen und den nächsten freien Rettungswagen dorthin zu leiten. Da es eine 24-Stunden-Bereitschaft gibt, konnten die Kinder Schlafräume, Küche, Wasch- und Desinfektionsräume anschauen – ein ganzes Alltagsleben organisiert sich in der Josefsgasse 12.
Als Andenken gab es ein Merkblatt mit den berühmten W-Fragen. "Damit im Ernstfall alles glatt geht", so Greuel.