Villingen-Schwenningen Pläne für Moste gewinnen Konturen

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Die alte Moste im Rietheimer Rathaus (links mit Flügeltüren) soll nicht leer stehen. Geplant ist, daraus einen multifunktionalen Raum zu schaffen, den Vereine und Einwohner für Feste und Vorträge nutzen können. Foto: Ursula Kaletta Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Ursula Kaletta

Mit dem Vorhaben, die ehemalige Moste zu einem multifunktionalen Raum umzubauen, ist der Ortschaftsrat Rietheim bei seiner jüngsten Sitzung ein Stück weitergekommen.

VS-Rietheim. Laut der ersten eingeholten Angebote werde das Vorhaben rund 55 000 Euro kosten. Es soll ein gemütlicher, Wärme ausstrahlender und barrierefreier Raum werden, so stellt sich Ortsvorsteherin Gudrun Furtwängler den im Rathaus untergebrachten Gebäudeteil vor. Zuletzt wurde er vom Gemeindearbeiter genutzt, der nach dem Umbau des Milchhäusles mit seinen Gerätschaften einziehen konnte.

Danach wurde überlegt, wie der leer stehende Raum genutzt werden kann, und es entstand der Wunsch, einen Raum zu schaffen, den Vereine für kleine Feste nutzen können oder auch für Versammlungen und Vorträge zur Verfügung haben. Im Großen und Ganzen, so informierte die Rathauschefin, würden sich die Kosten im vorhergesehenen Rahmen bewegen. Für die Installationsarbeiten, die eine Verlegung der Leitungen für Wasser und Abwasser sowie eine Verlegung der Heizkörper beinhalten, wurden 5000 Euro berechnet. Mit 10 600 Euro würden die Elektroarbeiten zu Bu che schlagen. Die auf dem Putz liegenden Leitungen müssten in einem Kabelkanal untergebracht und neun Deckenstrahler installiert werden.

Für den Fensterbau wurden 6500 Euro veranschlagt. Geplant ist, das Eingangstor mit Fenstern zu versehen. Eine Möglichkeit wäre auch, ein neues Tor anzubringen, das würde 4500 Euro kosten. Der Einbau einer Akustikdecke mit dem erforderlichen Kabelkanal käme auf 6500 Euro, eben soviel würden die Malerarbeiten kosten.

Der größte Posten, so die Ortsvorsteherin, wäre der neue Boden. Zunächst wurde an ein Holzpflaster gedacht, das im Eingangsbereich mit einer Schmutzfangzone ausgestattet wird. Das würde 12 800 Euro kosten. Ob ein Holzboden für diesen Raum ideal sei, wurde von einigen Ortschaftsräten bezweifelt. Wasser rund um den Geschirrspüler ließe sich nicht vermeiden, auch würde in das Holzpflaster Spalten hineinkommen, in denen sich dann Steinchen ansammeln könnten, gab Bernd Bucher zu bedenken und schlug einen Steinboden vor. Damit könnte der Raum kalt wirken, befürchtete die Rathauschefin. Erwin Halder dachte an einen Boden aus Klinker- oder Terrakottasteinen, das habe die gewünschte warme Atmosphäre. Zudem könne damit die Schmutzfangzone eingespart werden. Man einigte sich, auch dafür Angebote einzuholen und gleichzeitig einen ähnlich genutzten Raum zu besichtigen und sich über die Erfahrungen des Besitzers zu informieren.

Nicht erlaubt werden sollte, dass im Raum Würstchen gegrillt oder Pommes frittiert werden, so die Ortsvorsteherin. Fett an den Wänden und Gerüche im ganzen Raum würden sich nicht vermeiden lassen, auch nicht mit einer Dunstabzugshaube. Gerhard Jordan, Abteilungs-Kommandant der Rietheimer Feuerwehr, meinte, dass für den Einbau eines richtigen Abzugs rund 10 000 Euro ausgeben werden müssten. Es sei zu überlegen, ob sich das rentiere. Wenn die Vereine den Raum nur eingeschränkt nutzen können, entspreche es nicht dem Gedanken der Nutzung, gab Erwin Halder zu bedenken. Roland Meßmer schlug vor, als Equipment für die Vereine einen schnell aufzubauenden Pavillon oder eine Holzhütte anzuschaffen, in dem warme Speisen zubereitet werden können. Mit dem Vorschlag konnten sich alle anfreunden. Geplant wurde, ihn mit den Vereinsvertretern zu besprechen.

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