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Villingen-Schwenningen Orgel plus Tuba machen Anfang

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Einen glänzenden Auftakt der Sommernachts-Musiken wird in der Johanneskirche geboten. Marius Mack (Klavier/Orgel) und Klemens Karle (Tuba) erweisen sich als Virtuosen. Foto: Kouba Foto: Schwarzwälder-Bote

VS-Villingen. Mit "Orgel plus Tuba" begannen die Sommernachts-Musiken 2017 in der evangelischen Johanneskirche. Der Versuchsballon startete am vergangenen Freitag und legte eine saubere Fahrt und eine gelungene Landung hin.

21 Uhr ist eher eine Zeit, da Jazzkonzerte oder Discoveranstaltungen beginnen. Aber der recht gute Besuch bewies: Auch Klassik kann mithalten. Was zwischen Bachs "Dorischer" und "Adiós Nonino" geboten wurde, ließ aufhorchen. Apart war die Kombination eines tiefen Bügelhorns mit Tasteninstrumenten. Zusammen getan hatten sich Klemens Karle und Marius Mack. Der eine, ein Malermeister aus St. Ulrich im Südschwarzwald, der mit konzertanter Reife die Tuba bediente. Der andere, der künstlerisch perfekt mit großer Kirchenorgel, Klavier oder kleiner Truhenorgel umging und als Bezirkskantor eigenes musikalisches Profil bewies.

Es war ein extravagantes, aber äußerst ansprechend-eingängiges Programm, welches beide boten. Einen angenehmeren Wochenausklang hätte man sich kaum vorstellen mögen, und neben qualitätsvoller Musik wurde der gesellige Charakter mit einem kleine Sektumtrunk zum Schluss des Konzertes gefördert.

Neben den "Klassikern" Johann Sebastian Bach (kompakt-beschwingtes BWV 538 I) und Sohn Carl Philipp Emanuel sandten die "Modernen" besondere Signale. Besondere Schönheit strahlte die Truhenorgel mit der F-Dur-Sonate des Bach-Sohns aus, wobei Assistent Peter Hastedt für ausgezeichnete Registrierung sorgte; drei Sätze aus einem Guss.

Gute Atemtechnik, weicher Klang, raumfüllender Ton und virtuose Ausstrahlung der Tuba bestimmten das Barockkonzert des Brünners Theodor Hlouschek. Reiche Ornamentik, kecke Orgelbegleitung, tänzerische Begeisterung, Klangkaskaden, wehmütig-klagenden Passagen, erregte Momente und Winden durch die ganze Skala prägten die Thomas Steven-Variationen.

Ein opulentes "Moto Ostinato" aus dem Zyklus "Sonntagsmusik" des Tschechen Petr Eben wurde ergänzt durch den weltweit berühmten norwegischen Tubaisten Oystein Baadsvik. Sein neoromantischer, farbenreicher Sonnenaufgang "Ordner Seg" mit nordischer Stimmung war genau so expressiv wie Arild Plaus groovende "Conzona" oder ein folkloristischer Tanz con fuoco von Edvard Grieg.

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