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Villingen-Schwenningen Neue Plattform heißt "zundr"

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Das Team von "zundr" hofft auf viele Nutzer der neuen Social-Media-App. Foto: Bürk Foto: Schwarzwälder-Bote

Peter Bürk ist in der Doppelstadt kein Unbekannter, und was er bisher angefasst hat, hat in der digitalen Welt schon weit über die nationalen Grenzen hinaus Aufsehen erregt.

Villingen-Schwenningen. 2010 erhielt Peter Bürk für sein bis dato größtes Projekt "Besttrick" den Innovationspreis. Jetzt setzt der Villinger eigenen Angaben zufolge seine neue Idee "zundr" um, eine Social-Media-App, die sich zwischen den bereits etablierten Plattformen wie Facebook, Instagram und Co. behaupten möchte.

"Zundr" verfolge einen komplett anderen Ansatz als die Marktführer, verrät Bürk. Die großen Namen der Social-Media-Welt seien dafür da, Menschen weltweit zu vernetzen, während "zundr" dafür ausgelegt sei, mit Personen in der direkten Umgebung zu kommunizieren. Ob mit den Nachbarn, den Freunden oder sogar Fremden in einer anderen Stadt. Mit "zundr" könne man sich mit allen Menschen austauschen, die sich in der Nähe befinden, zeigt Peter Bürk weiter auf.

"Während ich auf Facebook und Co. zunehmend zugemüllt werde, haben Beiträge auf zundr immer eine lokale Relevanz", erklärt der Villinger. Außerdem könne man die räumliche Reichweite der Nachrichten bestimmen, so sollen uninteressante Neuigkeiten aussortiert werden, während sich Spannendes verbreiten kann. "Auf zundr kann sich der User völlig anonym bewegen", verrät Peter Bürk. Es gäbe keinen Registrierungsprozess, keine Nicknames und auch kein Abonnieren oder Blockieren. Ziel davon sei es, dass die Menschen ehrlicher und offener werden, je weniger Privates im Internet angegeben werden muss.

Doch wenn alles anonym ist, ist die Chance auf die so genannten Fake-News nicht umso größer? Der Villinger beantwortet diese Frage mit einem klaren "Nein". Der Codex solle falschen Meldungen vorbeugen.

Entspricht eine Mitteilung nicht den vorgegebenen Richtlinien kann man diese melden. Das zundr-Team prüft die Meldungen und löscht sie, wenn nötig ohne Vorwarnung. Zudem könne jeder, der alles, was er als negativ empfindet bis zur Löschung heruntervoten, zeigt Bürk weiter auf.

Geld verdienen kann das zundr-Team damit allerdings noch nicht. "Zunächst einmal macht es tatsächlich Spaß. Wenn die App von den Usern angenommen und zum Leben erweckt wird, wäre das eine tolle Bestätigung für mein Team und mich", sagt Bürk. Sollte es gelingen, "zundr" in der Social-Media-Welt zu platzieren, sei das natürlich die Krönung. Aber erst dann könne man über das Geldverdienen nachdenken. Die Zundr GmbH hat ihren Sitz in der Peterzeller Straße in Villingen.

"Es gibt keinen besseren Ort, als den Ort, in dem man selbst zu Hause ist", begründet der Villinger die Tatsache, dass er das Projekt in der Doppelstadt gestartet hat. "Irgendwo muss ein Lauffeuer ja seinen Ursprung haben".

Apropos Lauffeuer. Das Wort "zundr" steht sinnbildlich für "Zunder", womit jeder eine Nachricht "entzünden" kann.

Weitere Informationen: www.zundr-app.de

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