Villingen-Schwenningen Museumswerkstatt arbeitet auf Hochtouren

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Siegfried Heinzmann (links) zeigt Kreisarchivar Clemens Joost die Skelettuhren und Wecker, die von den Ehrenamtlichen in der Werkstatt hergestellt werden. Foto: Schimkat Foto: Schwarzwälder-Bote

VS-Schwenningen (hs). Clemens Joost, neuer Kreisarchivar, zeigte sich beeindruckt vom Uhrenindustriemuseum. Er war erstmals bei der Mitgliederversammlung des Vereins Uhrenindustriemuseum. Die Uhrenindustrie sei doch ein wesentlicher Teil der Industrie im Kreis gewesen, betonte Joost.

Ingeborg Kottmann, Geschäftsführerin, berichtete, dass sich nach wie vor viele ehrenamtliche Mitglieder um das Museum verdient machen und für eine schöne Ausstellung, die das Thema der Weltkriege aufarbeitet, gesorgt hatten. Außerdem habe das Museum Schenkungen und Sammlungen mit wertvollen Unikaten erhalten.

Siegfried Heinzmann, stellvertretender Vorsitzender und seit zwei Jahren für die Werkstatt im Museum verantwortlich, berichtete, dass in der Werkstatt in diesem Jahr 86 Skeletttuhren fertiggestellt wurden, 21 Bestellungen seien zur Zeit noch offen. 450 Wecker seien fertiggestellt worden, 136 würden noch fehlen, die würden im nächsten Jahr gebaut, dann könne der Bestellstopp aufgehoben werden.

Zwölf bis 14 Ehrenamtliche würden an jedem Dienstag in der Werkstatt arbeiten, sie kämen alle aus der Uhrenindustrie, in der Werkstatt herrsche ein gutes Klima, so Heinzmann zufrieden. Auf die Frage von Oberbürgermeister Rupert Kubon, wie es mit dem Nachwuchs in der Werkstatt aussehe, antwortete Heinzmann: "Wir haben nachwachsende Rentner". Das sei gut, freute sich Kubon.

Ingeborg Kottmann berichtete über ein sehr sparsames Wirtschaften im vergangenen Jahr. Es würden wieder mehr Gruppen und Schulklassen das Museum besuchen, zum Teil kommen sie aus Bad Dürrheim und Rottweil. Acht Hochzeiten konnten im Museum gefeiert werden, die Zahl nehme zu, betonte sie.

Rupert Kubon freut sich auf die Ausstellung "Hidden Champions", im nächsten Jahr. Dabei werde gezeigt, was aus der Kompetenz der Uhrenindustrie erwachsen ist. Es gebe in der Doppelstadt viele innovative Programme, wie zum Beispiel für autonomes Fahren, auch habe sich hier aus unternehmerischen Familien die Zulieferindustrie weiterentwickelt, fuhr er fort und wies auf die Drehteile-Messe hin, die im Januar stattfindet.

Otto Kress, der selbst lange in der Werkstatt gearbeitet hatte, erinnerte daran, dass er im Frühjahr den Nachlass und die Spende seines Großvaters, darunter eine Palmtag-Uhr, ein wertvolles Unikat, dem Uhrenmuseum gegeben habe. Joost bedankte sich für die großzügige Spende an das Uhrenindustriemuseum.

Die Wahlen gingen zügig über die Bühne, Rupert Kubon wurde einstimmig zum Vorsitzenden wiedergewählt, ebenso der weitere Vorstand mit Sven Hinterseh, Siegfried Heinzmann, Schriftführerin Barbara Mutschler und Kassenprüfer Joachim Wöhrle. Nach der Sitzung ließ sich Joost die Werkstatt, für die er sich interessierte, im Detail von Heinzmann erklären.

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