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Villingen-Schwenningen Mahnwache erinnert an Familien

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Der Verein "Pro Stolpersteine Villingen-Schwenningen" kam zur ersten Mahnwache des Herbstes auf dem Bahnhofsvorplatz in Villingen zusammen.

VS-Villingen (rz). Jener Bahnhof, von dem aus am 22. Oktober 1940 13 verhaftete jüdische Villinger ins Lager Gurs/Frankreich deportiert wurden. Der Verein will die Vorgänge vor 75 Jahren und damit das Schicksal der Juden aus Villingen und der Region aufleben lassen.

Am Vormittag stand bereits in einem Gottesdienst in der evangelischen Johanneskirche das Zusammenleben der Glaubensgemeinschaften der Stadt im Mittelpunkt. Dort wurde das Schicksal des einheimischen Villingers Sally Schwab vorgetragen. Von der soliden, bürgerlichen, scheinbar integrierten Existenz über die schrittweise Vernichtung der materiellen Grundlage, danach die Zerstörung der Familie bis hin zur Deportation, was für die meisten Menschen das Todesurteil war. Nur zwei Personen haben das Lager Gurs überlebt.

Trotz des recht unwirtlichen Wetters waren 20 Teilnehmer zur Mahnwache erschienen. Ein junger Mann, Raphael Werne, sagte: "Ich bin kein Betroffener, aber ich erlebe, wie wichtig dieses Gedenken für Betroffene und ihre Nachfahren ist. Deshalb ist ein Stein vor einem Haus wichtig, weil er den Menschen, die ­vorübergehen, der Familie, die dort wohnte, ein Gesicht gibt, ein Nachdenken ermöglicht. Im Gegensatz dazu ist eine Stele, die nur anonyme Namen trägt, nichtsagend."

Vorgestellt wurden in der Mahnwache drei weitere Schicksale von integrierten gut bürgerlichen Bürgern, deren Existenz und Leben vernichtet, deren Hab und Gut teilweise versteigert wurde. Familien, wenn sie noch Ersparnisse und Glück hatten, versuchten ihren Kinder oder Enkelkinder zur Flucht zu verhelfen. Für diese und weitere Opfer des Nationalsozialismus aus Villingen und Schwenningen existieren bereits Stolpersteine die Namen tragen, des Künstlers Gunter Demnig, die von Privatleuten finanziert wurden.

Die zweite Mahnwache "Deportation" findet am 13. November, 19 Uhr, am Münsterplatz statt, Schwerpunkt: die Familie Schwarz.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Villingen

Cornelia Spitz

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