Villingen-Schwenningen Kooperation soll Trittbrettfahrern den Garaus machen

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Mit gemeinnützigen Sammlern von Altkleidern will das Abfallwirtschaftsamt des Kreises kooperieren. Foto: Schück Foto: Schwarzwälder-Bote

Schwarzwald-Baar-Kreis (fsk). Ernst Reiser (Freie Wähler) wollte den gemeinnützigen Vereinen, die Altkleider sammeln, gestatten, auf den Wertstoffhöfen den Kreises ihre Container neben die des Kreises zu stellen. Eine Vorstellung, die bei Umweltdezernent Joachim Gwinner nicht auf Begeisterung stößt: "Sie sind ja sehr großzügig mit den Gebühreneinnahmen des Kreises", erklärte der stellvertretende Landrat.

Ein entsprechender Antrag von Reiser, nach dem die Bürger auf den Wertstoffhöfen die Wahl haben sollten, wo sie ihre Altkleider abgeben könnten, wurde von den Kreisräten im Ausschuss für Umwelt und Technik abgelehnt. Breite Zustimmung fand hingegen die Verwaltungsvorlage, mit der gewerbliche Sammler, "denen mit rechtlichen Instrumenten nicht bezukommen ist", aus dem Geschäft zurückgedrängt werden sollen.

Demnach sollen die caritativen Sammler auf eine Ausweitung ihrer Sammlungen verzichten, dürfen aber in Gebieten, wo bislang keine anderen gemeinnützigen Sammler sind, zusätzliche Container aufstellen. Der Kreis wird keine eigenen Sammlungen von Altkleidern veranstalten. Die Gemeinden erhalten Entschädigungen für Bereitstellung ihrer Grundstücke und die Säuberung der Sammelstellen. Letzteres soll mit 100 Euro pro Standplatz und Jahr vergütet werden. "Das ist eine Win-Win-Situation", meint Martin Fetcher, Leiter des Abfallwirtschaftsamtes. Es lägen positive Rückmeldungen von nahezu allen Gemeinden im Kreis vor.

Die Kooperationsvereinbarung fand Zustimmung bei den Fraktionen. "Wir haben einen langen Weg hinter uns, sagte Jürgen Roth (CDU), der von der Verwaltung noch Tipps verlangte, wie den Trittbrettfahrern beizukommen sei und was die Gemeinden tun könnten. Bernd Stähle (Freie Wähler) erklärte, die Freien Wähler hätten kein Allheilmittel. "Wir fragen uns auch, warum überlassen wir das nicht den Gemeinnützigen?", so Stähle. Friedrich Scheerer (SPD) begrüßte zwar das Konzept, meinte aber, es handele sich um Freiwilligkeitsleistungen. Anderer Meinung war Joachim Gwinnner, weil es sich um eine Kooperationsvereinbarung handele.

Adolf Baumann (FDP) begrüßte die Vereinbarung und meinte, Handlungsbedarf sei gegeben. Die Container der gemeinnützigen Organisationen würden oftmals schlecht betreut.

Cornelia Kunkis-Becker (Grüne) fragte, ob der veranschlagte jährliche Personalaufwand gerechnet in Stunden eine Größe von 10 000 Euro tatsächlich nicht übersteige. 10 000 Euro sind nicht viel, aber wir meinen, dass wir mit dem Personal hinkommen", sagte Martin Fetcher.

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