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VS-Weigheim - Weigheim ist in närrischer Hand. Auf einen gut besuchten Zunftball folgte am Samstag ein Umzug. Die Polizei vermeldete keine besondere Vorkommnisse. Der Wiegemer Wolf treibt seit 1996 sein närrisches Unwesen im Ort, der Wiegemer Hansel ist ein Weißnarr und die zweite Narrenfigur der Weigheimer Narrenzunft. Am Freitag fand ein gut gelungener Zunftball in der Sport- und Festhalle statt, gefolgt vom Zunftmeisterempfang und zwölften Umzug am Samstagmittag.
Die eisigen Temperaturen machten sowohl Narren als auch Zuschauern zu schaffen. Trotz des Wetters säumten etliche Zuschauerreihen die Umzugsstrecke. Der Weigheimer Umzug ist einer der schönsten. In langer närrischer Lindwurm von 52 Zünften zog durch den Ort hinauf zur Halle.
Der Weigheimer Umzug hat sich einen Namen gemacht und zieht neben den Zünften aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis auch zahlreiche aus weitem Umkreis an. Da sieht man auch mal Gruppen, die einem sonst nicht überall begegnen, wie zum Beispiel die Narrenzunft Schielberg, Urzeitelche, die Stoanemer Sadbolla aus Stein. Es war eine Augenweide, den Umzug anzuschauen. Die Musiker allerdings mussten oft mit eingefrorenen Ventilen und Fingern aufgeben.
Die Halle platzte aus allen Nähten, als sich die Narren dort drängten. Ab 16 Uhr waren die Straßen wie ausgestorben, jeden trieb es ins Warme. Das Programm ging dort weiter. Viele Tanzvorführungen unterhielten die Gäste.
Schon am Vorabend war der Ball mit zwölf Programmpunkten super angekommen, ganz besonders das Männerballett begeisterte. Die Stimmung gefetzt haben sämtliche Guggenmusikauftritte. Zunftmeister Sven Becker war stolz: "Wir halten das Brauchtum hoch, sind stolz auf unsere Jugendarbeit und ganz besonders freut uns, dass wir das ganze Programm mit unseren Leuten gestalten."
Die Wiegemer Narren sind mit ihrem Wochenende total zufrieden. Es seien mehr Besucher beim Ball gewesen als voriges Jahr. Der erste Ball fand übrigens 1979 statt. Sven Becker Fazit zum Wochenende: "Schön war‘s ja schon, aber halt saukalt."