Villingen-Schwenningen In die Feuerwehr soll investiert werden

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Foto: Dittrich Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Felicitas Schück

Investitionen für Feuerwehr und Katastrophenschutz sieht der Landkreis in diesem Jahr vor. 2020 soll ein neuer Gerätewagen Gefahrgut für insgesamt 500 000 Euro gekauft werden.

Schwarzwald-Baar-Kreis. Seit Mitte der 90er-Jahre haben sich Bund und Land aus der Finanzierung von Einheiten des Brand- und Katastrophenschutzes zurückgezogen. Seitdem muss der Landkreis eigene Einrichtungen unterhalten. Dies sind unter anderem ein Hochwasserzug (Feuerwehr Donaueschingen, Bräunlingen, Hüfingen), ein Gefahrgutzug (Feuerwehr Donaueschingen, VS und Blumberg), eine Logistikgruppe (Feuerwehr Blumberg), Einsatzeinheiten Sanität und Betreuung (DRK-Kreisverband Donaueschingen, VS und Malteser Hilfsdienst), Berg- und Wasserrettung (DLRG und Bergwacht) sowie psychosoziale Notfallversorgung (Notfall- und Einsatznachsorgedienst).

Die Feuerwehr müsse sich stets neuen Situationen stellen. Wie zum Beispiel im Sommer 2015, als die Trockenheit in vielen Orten des Kreises dafür sorgte, dass in den Außenbereichen mit den kleinen Siedlungen von Höfen nicht mehr genug Wasser vorhanden war. "So mussten 2015 viele Gemeinden ihre Feuerwehren mit ›Wasserfahrten‹ beauftragen", stellt die Kreisverwaltung fest. Das Thema steht auf der Tagesordnung des Ausschusses für Umwelt und Technik am nächsten Montag im Landratsamt Wenn in einer solchen Situation ein Feuer ausbreche wie im Freizeitheim in Schonach, beim Holzsägewerk in Urach oder ein Waldbrand entstehe, seien Löschwasserteiche ausgetrocknet. Mit dem Abrollbehälter Wasser könnten schnell bis zu 10 000 Liter Wasser an die Einsatzstelle gebracht werden. Ein anderes Szenario könne ein Stromausfall sein. Mittels eines Abrollbehälters Strom können Stromerzeuger zur Versorgung der Infrastruktur (zum Beispiel Klinikum und Lebensmittelindustrie) vorgehalten werden.

Für 2016 sieht der Investionsplan die Beschaffung eines Abrollbehälters Logistik für 63 000 Euro vor. 2017 soll ein Abrollbehälter Aufenthalt/Sozial für 150 000 Euro gekauft werden. Dort könnten sich sowohl Einsatzkräfte erholen als auch Opfer betreut werden. Für 2018 ist der Kauf eines Abrollbehälters Logistik vorgesehen. Dieser umfasst ein Wechselladerfahrzeug für 283 000 Euro und einen Abrollbehälter Logistik für 63 000 Euro.

2019 steht die Investition Logistik-LKW mit Ladebordwand für 70 000 Euro auf dem Programm. 2020 sollen schließlich 500 000 Euro für einen neuen Gerätewagen Gefahrgut investiert werden. Der vorhandene Gerätewagen ausdem Jahr 1987 entspricht nicht mehr den gültigen Normen. Ein Abrollbehälter Strom, der immerhin 200 000 Euro kostet, soll 2021 gekauft werden. Mit diesem Abrollbehälter soll die Möglichkeit geschaffen werden, eine Stromversorgung für kritische Infrastrukturen aufrecht zu erhalten. Das Fahrzeugkonzept wird der Kreisbrandmeister in der Sitzung vorstellen.

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