Villingen-Schwenningen Helga Eilts setzt sich mit ganzem Herzen für Tannheim ein

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Villingen-Schwenningen (uwk). Sie hatte immer ein offenes Ohr für die Bürger und setzte sich mit ganzem Herzen für Tannheim, die Gesamtstadt und den Kreis ein: Helga Eilts. Am Mittwoch ist die langjährige Ortsvorsteherin im Alter von 72 Jahren gestorben. Sie war die am längsten amtierende Frau an der Spitze eines Ortsteils in Baden-Württemberg.

Die Betroffenheit in Tannheim war gestern sehr groß. Die Menschen im rund 1300-Einwohner großen Stadtbezirk trauern um eine beliebte Frau. Sie hat sich beharrlich für Tannheim, die kleinen Ortschaften und auch insbesondere für Themen wie Kindergarten, Schule und Vereine eingesetzt und dadurch sehr viel erreicht. "Mir liegt das Amt der Ortsvorsteherin sehr am Herzen", sagte sie vor Jahren. Getreu diesem Motto handelte sie, und das spürten die Menschen.

Die gebürtige St. Georgenerin, gelernte Kauffrau, sorgte für Aufmerksamkeit, denn sie war die erste Frau an der Spitze eines Stadtbezirks in VS und das dazu noch als evangelische Christin im überwiegend katholischen Tannheim und als Freie Wählerin im Terrain der CDU.

Helga Eilts wurde 1980 zum ersten Mal in den Ortschaftsrat gewählt. Im selben Jahr trat sie in den Ortsverband der Freien Wähler VS ein. Beharrlich setzte sie sich für Tannheim ein. Sie hatte einen eisernen Willen. Die Bürger mochten sie und brachten dies bei den nächsten Wahlen zum Ausdruck. Ab 1984 war sie stellvertretende Ortsvorsteherin. 1989 löste Helga Eilts Johann Werne an der Spitze des Ortschaftrats ab und zog auch in den Gemeinderat von VS ein.

25 Jahre leitete sie die Geschicke des Stadtbezirks mit viel Geschick und Esprit, brachte zahlreiche Bauprojekte voran, sorgte mit ihrem Gremium für gute Bedingungen im Ort, für den Erhalt der Schule, des Freibads und setzte sich immer gerne für die Nachsorgeklinik Tannheim ein. Der Bau der Klinik hoch über dem Ort galt für Helga Eilts als Höhepunkt ihrer Amtszeit. Den ersten Kontakt dazu hatte sie 1990 mit dem jetzigen Geschäftsführer Roland Wehrle und Seiner Königlichen Hoheit Herzog Carl von Württemberg hergestellt.

"Unsere Kinder sind unserer Zukunft", lautete ebenso ein Motto der engagierten Kommunalpolitikerin, die sich im Gemeinderat von Villingen-Schwenningen und im Kreistag des Schwarzwald-Baar-Kreises insbesondere für die Interessen der Familien einsetzte. "Unendlich dankbar" war die seit 1997 verwitwete Frau für ihre beiden Töchter und drei Enkel, die sie mit ihren Familien genießen konnte.

Helga Eils war Mitglied in zahlreichen Vereinen, unter anderem Ortsvorsitzende des Deutschen Roten Kreuzes. Ihr Herz hing sehr am Ort, jetzt hat es aufgehört zu schlagen. Zwei Wochen vor ihrem 73. Geburtstag starb Helga Eilts im Krankenhaus.

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