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Villingen-Schwenningen Helfen, wo auch Helfern Gefahr droht

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Yasmin Koch und Matti Duffner helfen aus Leidenschaft. Foto: Landratsamt Foto: Schwarzwälder-Bote

Bereits zum zweiten Mal stellen sich die Hilfsorganisationen im Schwarzwald-Baar-Kreis bei einem Blaulichttag dem breiten Publikum vor. Mit dabei: die Bergwacht.

Villingen-Schwenningen. Am Sonntag, 12. Juni, beim Balulichttag des Schwarzwald-Baar-Kreises, präsentieren sich acht auf dem Außengelände des Landratsamtes in Villingen von 10 bis 17 Uhr. Darunter ist auch die Bergwacht mit zwei engagierten Nachwuchskräften.

Skifahren, Wandern und Klettern – immer dann, wenn es für andere Rettungskräfte zu gefährlich wird, kommen die Retter von der Bergwacht. Stellvertretend für alle Ehrenamtlichen der Bergwacht Schwarzwald erzählen die Nachwuchskräfte Yasmin Koch und Marti Duffner von ihren Aufgaben.

Auch Suizide oder abgestürzte Fallschirmspringer fallen in ihr Aufgabengebiet

Seit neun Jahren und damit sein halbes Leben ist der 18-jährige Marti Duffner aus Furtwangen schon bei der Bergwacht. Der Auszubildende zum Zimmermann kam über Freunde in die Jugendbergwacht. Viele positive Erinnerungen verbindet er mit dieser Zeit: "Wir hatten immer sehr viel Spaß und wurden spielerisch an die Aufgaben in der Bergwacht herangeführt", erinnert er sich.

Die enge Kameradschaft rund um die Bergrettungswache Neueck in Furtwangen und die vielfältigen Aufgaben eines Bergretters haben dafür gesorgt, dass der 18-Jährige bis heute gerne den Großteil seiner Freizeit für die Bergwacht aufbringt. Doch die Zeit in der Jugendbergwacht ist nicht nur geprägt von Spiel und Spaß, weiß Duffner. Langsam sollen die Nachwuchskräfte an die Grundausbildung zum Bergretter herangeführt werden. "Natürlich lernt man alles rund um Erste Hilfe, Knotenkunde, Teambuilding; aber auch Ausflüge gehören dazu."

Während die Jugendbergwacht für Kinder und Jugendliche zwischen neun und 18 Jahren offen steht, wechselte Marti Duffner schnell in die Anwärterschaft, welche meist im Alter ab 14 Jahren möglich ist. In der Anwärterschaft steht die mindestens zweijährige Grundausbildung zum Bergretter auf dem Programm. "In 182 Ausbildungseinheiten haben wir dafür an fast jedem Freitag ganz verschiedene Schwerpunkte, wie alpine Gefahren, Wetter-, Seil- und Knotenkunde, gelernt."

Seit drei Jahren dabei und unmittelbar vor der Abschlussprüfung der Grundausbildung ist Yasmin Koch. Mit Stolz und viel Hintergrundwissen kann die angehende Erzieherin Erklärungen zu den 182 Ausbildungseinheiten liefern. Auch sie ist mit vollem Einsatz dabei. Ihre Laufbahn startete die 22-Jährige als Mime während einer Übung. Überzeugt von der tollen Stimmung und Kameradschaft innerhalb der Truppe, ließ sie sich in die Anwärterschaft aufnehmen. Neben der Ausbildung hat die junge Frau, die erst seit kurzem von Villingen nach Furtwangen gezogen ist, auch noch die Leitung der Jugendbergwacht übernommen.

"Die Bergwacht, das ist meine Freizeit; auch weil fast alle meine Freunde dort sind", erzählt Yasmin. Gefragt nach dem, was die Bergwacht ausmacht, kommen die beiden Nachwuchskräfte ins Grübeln. Das Gefühl in Worte zu fassen, fällt den beiden schwer: "Das kann man gar nicht richtig beschreiben: Das Gefühl, wenn man gemeinsam jemanden aus einer schwierigen Situation geholfen hat, das muss man selbst mal miterlebt haben", erklärt Marti. "Wir sind bei unseren Diensten und Einsätzen immer in der Natur, allein das hat schon seinen Reiz; und dabei noch zu helfen, das ist einfach ein gutes Gefühl", so Yasmin Koch. Die Kombination aus Skifahren, Wandern und Klettern sei ein weiteres Argument. "Wir können oft Sachen machen, die man sonst nicht kann – im Helikopter mitfliegen zum Beispiel", erinnert sich Marti. Natürlich sind die Einsätze in Zusammenhang mit Schnee im Winter die häufigsten – aber auch andere, wie Quadfahrer, die von der Straße abgekommen sind, abgestürzte Fallschirmspringer und Suizide, gehören zu den Aufgaben der Bergretter. Einsätze, die sich zum Teil auch im Gedächtnis der Freiwilligen einbrennen. "Doch wir besprechen das im Nachhinein. Die Gemeinschaft hilft dabei das Erlebte zu verarbeiten", weiß Yasmin Koch.

Weitere Informationen: www.bergwacht-schwarzwald.de

In diesem Jahr findet der Blaulichttag 2016 am Sonntag, 6. Juni statt. Acht Hilfsorganisationen –DRK, Feuerwehr, THW, DLRG, Polizei, Bundeswehr, Bergwacht und die Malteser – stellen sich dann wieder der Öffentlichkeit auf dem Außengelände des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis in VS-Villingen vor. Vor allem die Nachwuchsarbeit steht in diesem Jahr mit dem Motto "Und morgen mit Dir" im Mittelpunkt.

 
 

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