Villingen-Schwenningen Großer Auftritt für den Brunnennarro

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Anselm Säger (links) und Hans-Jörg Voggenreiter enthüllten den neuen Brunnennarro aus Bronze. Foto: Heinig

VS-Villingen - Eigentlich war am Freitagabend am Villinger Narrobrunnen alles wie immer und doch war alles ganz anders: Ein nagelneuer Brunnennarro wurde vom neuen Zunftmeister Anselm Säger enthüllt.

Außerdem gab es beim traditionellen Brunnenschmücken der Historischen Narrozunft keine Grußworte des Oberbürgermeisters, dafür von der Fürstenbergbrauerei spendiertes Freibier und ein Film von der Großleinwand, in dem man die Entstehung der neuen Figur festgehalten hat.

Besonders viele Menschen waren gestern trotz Eiseskälte in die Obere Straße gekommen, um den Beginn der "Villinger Bronzezeit" nicht zu verpassen. Die neue, im Auftrag der Stadt von dem aus Villingen stammenden und in Köln lebenden Künstler Thomas Straub aus kolorierter Bronze geschaffene Figur kam an. Straub war selbst anwesend und durfte den Applaus des Publikums für das gelungene Abbild der "närrischen Heiligenfigur" entgegennehmen. "N’Obed z’amme" grüßte er in astreinem Villingerisch und erläuterte seine Idee eines "bewegten" Narros in Schrittstellung, der mit dem Zeigefinger auf seinen Betrachter zeigt und dabei "Los ämol" zu sagen scheint.

Zuvor war der einst von Eugen Merz geschnitzte Holznarro, der nach 75 Jahren nun seinen Dienst quittieren muss, abgebaut worden. Nachdem zwei Versuche seiner nachhaltigen Restaurierung gescheitert seien, werde er in der Zehntscheuer einen Ehrenplatz erhalten, versprach Säger. Er dankte der Stadt für den neuen Narro, wäre aber kein Zunftmeister, wenn er nicht einen Seitenhieb parat gehabt hätte: "Der OB ist krank, der Bührer beim Skifahren, von den Herren Kleinhans und Reuter weiß ich nichts, also müssen wir wieder einmal alles selber machen". Sprach’s und enthüllte den von den vier genannten Herren initiierten neuen Narro zusammen mit seinem Vize Hans-Jörg Voggenreiter. Für das "Sicherheitskonzept" rund um den Bronzenarro hatte Säger auch gleich eine Idee: im Rathaus gebe es ja einen Mitarbeiter (seinen Vorgänger Joachim Wöhrle, Leiter des Haupt- und Personalamts), der "ja jetzt viel Zeit hat", Patrouille laufen und auf die Figur aufpassen könne.

Die Stadt- und Bürgerwehrmusik spielte den Narromarsch, Wueschtvater Roland Weißer griff tief in die Kiste der Wueschtsprüchle, und mit dem Schunkellied hat sie nun begonnen, die Villinger Fasnet 2017. Eigentlich war es einem angesichts der Kälte eher nach Glühwein, dennoch ließen sich die Zuschauer nicht lumpen, erstanden für drei Euro ein Bierglas mit dem Motiv des Brunnennarros und genossen das Freibier.

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