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Villingen-Schwenningen (kib). Der Vorplatz an der Villinger Volksbank zum Riettor soll zu einer markanten Fläche der Innenstadt werden: Eine scheinbar schwebende Sitzscheibe aus Stein mit zwölf Metern Durchmesser soll den Platz künftig zieren und ihm ein Alleinstellungsmerkmal als Portal zum mittelalterlichen Zentrum geben. Architekt Michael Muffler stellte gestern ein Modell für die Neugestaltung vor.
Kunst und Wasser werden vereint: Sechs Wasserfontänen schießen (außerhalb des Winters) aus der Scheibe in die Höhe, zudem wird ein drei Meter hoher Glaskubus installiert, der aus 32 Elementen besteht, die von drei Strahlern in unterschiedlichen Farben illuminiert werden.
"Wir sind überzeugt, dass die Gestaltung gut wird", konstatierte Joachim Straub, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Villingen. Seit etwa einem Jahr sei die Stadt mit der Bank im Gespräch, "sukzessive" habe man sich angenähert, um nun zu einem Ergebnis zu kommen, das alle Beteiligten überzeuge. Vier bis fünf Monate Bauzeit seien veranschlagt, so dass man schon im Laufe des Jahres etwas von der Neugestaltung sehen werde.
"Außerordentlich gelöst und erfreut" gab sich Rupert Kubon. "Manchmal lohnt es sich, zwei Mal hinzuschauen", stellte der OB fest. Nachdem sich die Stadt anfangs wegen der laufenden Kosten geziert hatte, einem Brunnen zuzustimmen, sei man zu einem Ergebnis gekommen, das allen besser gefalle als die ursprünglichen Pläne. Über die Konditionen, sprich die Kostenteilung zwischen Stadt und Bank, müsse der Gemeinderat allerdings noch entscheiden.
Eingebettet ist die Planung in ein Gesamtkonzept. Vor dem Riettor könnte sich Architekt Muffler eine offene Hecke und am Theater am Ring – statt des Blumenbeets – eine Reihe Säuleneichen gut vorstellen. Die weitergehende Planung sei aber noch völlig offen, betonte Kubon.
Ehe der Platz neu gestaltet wird, soll der Neubau der Volksbank fertiggestellt sein. Knapp 60 Mitarbeiter hätten das neue Domizil, das modern und offen mit vielen Büros für Kundenberatung sowie Rückzugszonen in den Abteilungen gestaltet ist, bereits bezogen. Ende März soll die gesamte Belegschaft in dem Neubau arbeiten. Der Öffentlichkeit wird das Gebäude mit einem Tag der offenen Tür am 25. März vorgestellt.