Villingen-Schwenningen Firma Wehrle GmbH spürt Aufwind

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Ehrungen und Abschied gab es bei der Weihnachtsfeier der Firma E. Wehrle GmbH. Von links sind zu erkennen: Peter Schneider, Doris Vollmer, Joachim Kienzler, Veronika Wehrle, Martin Hummel, Patricia Wehrle, Herbert Ketterer ("Gag"), Georg Herth, Anonietta Cece und Helga Müller. Foto: Kouba Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Siegfried Kouba

Furtwangen. Die Weihnachtsfeier der Firma E. Wehrle GmbH erhielt dieses Jahr einen anderen Rahmen: "Gefeschtelet" wurde in der voll besetzten Halle des Kaltlagers, ergänzt durch einen kleinen Markt, bei dem kostenfrei Crepes, Schnitzel, Wurst und Gyros serviert wurden.

"Hier bedient der Chef persönlich", hieß es beim Sektempfang im Freien. Im Mittelpunkt des Festes stand die Ehrung und Verabschiedung wertvoller Mitarbeiter. Martin Hummel (25 Jahre), gehört seit 1996 zum Betriebsrat. Ihm ist zu verdanken, "dass Wehrle noch existiert" – so Geschäftsführer Georg Herth.

Hummel formulierte den Dank der Geehrten, wünschte dem Unternehmen weiterhin guten Erfolg. Er wies darauf hin, dass vieles durch die Gemeinschaftsleistung von Kolleginnen und Kollegen gelang. 25-jährige Betriebstreue bewiesen die "gewissenhafte und selbstständige" Anonietta Cece, das "Rückgrat der Prüfstelle" Patricia Wehrle, der technisch perfekte Peter Schneider und der zum Erodierer ausgebildete Joachim Kienzler. Ein herausragendes Licht ist die "Schinderin" Hega Müller, die bereits 40 Jahre Treue bewies. Ebenfalls 1972 trat Doris Vollmer in den Betrieb ein und ist jetzt für die Kundenapplikation zuständig. Alle Geehrten erhielten aus den Händen von Georg Herth Präsente und Roswitha Moritz dankte in besonderer Weise ihrer Kollegin Helga Müller. Freundlich verabschiedet wurden Veronika Wehrle, Karin Bayer, Kurt Aberle und Herbert Ketterer.

Den Auftakt des von Musik begleiteten Abends machte Seniorchef Eduard Herth, der ein gemütliches und besinnliches Zusammensein der "Betriebsfamilie" wünschte. Das kollegiale Team solle außerhalb hektischer betrieblicher Atmosphäre feiern. Er dankte für die geleistete Arbeit im erfolgreich abgelaufenen Jahr.

Trotz schwieriger Zeiten könne man optimistisch in die Zukunft blicken.

Das Unternehmen entwickelte sich seit 1842 vom Spezialuhrenhersteller und Fertiger von Addiermaschinen zum Fachbetrieb für Messtechnik und Kunststoffteile. Geschäftsführer Georg Herth bedauerte, dass die Umsatzerwartungen anfänglich zwar nicht ganz erfüllt wurden, trotzdem gab es im zweiten Halbjahr Aufwind.

Die beiden Tochtergesellschaften in Österreich hätten sich überproportional entwickelt und eine Umsatz- und Ergebnissteigerung im zweistelligen Prozentbereich erzielt. Allein in Furtwangen habe man 1,3 Millionen Euro für neue Anlagen und Automatisierung investiert. Im Jahre 2013 werden die Rahmenbedingungen zwar nicht einfacher werden, aber Zuwächse in allen Bereichen sind durchaus zu erwarten. Herth ist "fest davon überzeugt, dass sich für das Unternehmen neue, herausfordernde Chancen ergeben". Die Firma konnte sich im europäischen Bereich behaupten und seine Fühler nach Südamerika ausstrecken. Mit dem ganzheitlichen Produktprogramm gehört der Betrieb mit seinen über 240 Beschäftigten in Furtwangen zu den Innovationsführern der Durchflussmesstechnik. Auch im Bereich Kunststoffpräzisionsteile können namhafte Kunden beliefert werden. "Bei Wehrle ist jedes Jahr anders", meinte Georg Herth im Blick auf die Weihnachtsfeier, die hervorragend durch Antje Schwer und ihr umfangreiches Mitarbeiterteam organisiert wurde. Zur guten Stimmung trugen auch St. Nikolaus und Knecht Rupprecht bei, die Buße, reuige Sünder und kleine Wiedergutmachungen forderten. Nett gedeckt waren die Tische und bei der ansehnlichen Tombola schien es keine Nieten zu geben.

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