Villingen-Schwenningen - Für den FC Villingen dürfte die Auswärtspartie beim Karlsruher SC II wohl das letzte Spiel vor der Winterpause gewesen sein. Das mutmaßte nach dem 0:0 gegen den Talentschuppen des Drittligisten auch 08-Coach Martin Braun.

Der zeigte sich mit dem bisherigen Saisonverlauf durchaus einverstanden. "Wir können zufrieden sein, wie es gelaufen ist", bilanzierte er bei der Pressekonferenz an seiner alten Wirkungsstätte in einem Satz.

Froh war Braun auch darüber, dass die Begegnung auf dem Kunstrasen neben dem Wildparkstadion überhaupt über die Bühne gehen konnte. Kurz vor Spielbeginn war der Platz noch von einer dünnen Schneeschicht befreit worden. Wäre die Partie ausgefallen, müssten die Nullachter wohl mit einer Hypothek von drei Nachholspielen aus der Winterpause heraus vorzeitig starten, denn angesichts der Minustemperaturen und weiterer angekündigter Schneefälle dürfte es nichts werden mit der Austragung der beiden geplanten Heimpartien gegen die Stuttgarter Kickers II am Samstag und den VfR Mannheim eine Woche danach.

Mit dem 0:0 beim Karlsruher SC II verbesserten sich die Villinger auf 20 Punkte und kletterten auf Rang elf hoch. "Man muss berücksichtigen, dass der KSC heute ein paar gute Leute von oben dabei hatte. Für uns war es ein Erfolgserlebnis, so dagegen zu halten", betonte Braun nach einem für den Kunstrasen ansehnlichen Duell. Immerhin durfte sich der Karlsruher Trainer Joe Zinnbauer vor allem mit den höherklassig erfahrenen Karim Benyamina und Simon Brandstetter über Verstärkungen aus dem Profikader für den Sturm freuen. Daneben gingen ebenfalls noch Keeper Max Reule, Patrick Dulleck und Timo Kern vom Drittliga-Team bei der U23 an den Start. Dulleck und Brandstetter waren einen Tag zuvor beim 5:2-Sieg über Heidenheim bei den Profis eingewechselt worden. "Für Martin war der Punkt besser, für uns war ein Zähler zu wenig", zeigte sich Zinnbauer angesichts der starken Aufstellung enttäuscht über das 0:0. Er bezeichnete die beiden 08-Spitzen Nedzad Plavci und Alexander Sopelnik als "Raketen", die seiner groß gewachsenen Abwehr das Leben schwer gemacht hätten.

Die Villinger verbauten sich wieder einmal mit ihrer schlechten Chancenauswertung ein eventuell besseres Resultat. Nach einem starken Beginn wurden innerhalb der ersten Viertelstunde gleich mehrere Hochkaräter ausgelassen. Zwei Mal vergab Mansur Mansuroglu aus sehr guter Position – ebenso wie Alexander Sopelnik aus der Drehung. Zwischendurch köpfte Routinier Jago Maric ziemlich unbedrängt vorbei.

Am Schluss hatten die Villinger dann aber Glück, dass Huljic nach der Pause zwei Mal glänzend reagierte und Benyamina nur den Pfosten traf. "Das war ein gerechtes Unentschieden", lautete deshalb das nicht überraschende Fazit von Braun.