
Villingen-Schwenningen - Die Färberstraße ist und bleibt die Partymeile Nummer eins über die Fasnettage. Daher richtet die Polizei erneut einen besonderen Fokus auf diesen Abschnitt der Villinger Altstadt. Und auch in Schwenningen sind die Ordnungskräfte verstärkt präsent.
Heute in einer Woche geht's los. Vom Schmotzigen Donnerstag bis zum Fasnetsdienstag locken jede Bälle, Umzüge, öffnen Kneipen, Bars und Fasnetsstüble. Die närrischen Tage in VS sind freilich Anziehungspunkt für Feiernde aus der ganzen Region.
"Das Hauptaugenmerk liegt bei der Straßenfasnet in der Färberstraße", sagt Roland Wössner, Leiter der Polizeidirektion. Es sei wohl ruhiger geworden, dennoch seien dort über Fasnet unüberschaubare Menschenmassen unterwegs. Dort sei die größte Ansammlung von Gaststätten, wie sie sonst nirgends in VS zu finden sei.
Gleichwohl habe sich die Lage verändert. Vor einigen Jahren habe es hier die größten Probleme gegeben. Nach verstärkter Polizeipräsenz und dem Einsatz der Videoüberwachung sieht die Lage besser aus. Wössner: "Wir gehen davon aus, dass die Straße befriedet ist." Die Maßnahmen hätten gegriffen. Das Konfliktpotenzial sei nicht mehr vorhanden. Gruppen, die für Spannungen gesorgt hätten und nichts mit der Fasnet am Hut hatten, seien nicht mehr da.
Könnte die Polizei jetzt auf die Überwachung durch die beiden Kameras verzichten? "Ich weiß nicht, was passiert", meint der Polizeichef in VS. Und lehnt ab. Einen Verzicht wird es nicht geben. "Wir führen sie weiter", sagt Wössner. Zum sechsten Mal seit 2007 wird das "Auge aus der Luft" die Szenerie beobachten.
Weitere Kameras würden indes weder in Villingen noch in Schwenningen installiert. Es habe keine Verlagerung von der Färberstraße auf andere Plätze gegeben, auch nicht den Spitalgarten. Dieses Areal sei hauptsächlich tagsüber am Schmotzigen Donnerstag Brennpunkt, wenn Minderjährige nach Schulschluss negativ in Erscheinung träten. Roland Wössner zeigt die Problematik auf: Kinder und Jugendliche konsumierten zu viel Alkohol und hinterließen schließlich im Spitalgarten ihren Müll. "Das hat dort für Unruhe gesorgt." In Zusammenarbeit mit dem Bürgeramt der Stadt und der Fachstelle Sucht werde die Polizei im Areal beim Franziskaner verstärkt tätig werden.
Auch Schwenningen werde freilich nicht vernachlässigt. "Da wird es auch verstärkte Streifendienste geben", verweist der PD-Chef auf einige Vorfälle über Fasnet in den vergangenen Jahren.
Alles in allem gehe die Polizei routiniert auf die närrischen Tage zu. "Wir erwarten keine Sondersituation", weiß Roland Wössner, der sich im Vorfeld unter anderem mit dem Bürgeramt von VS abgestimmt hat. Routine heißt freilich auch: Mit Kontrollen der Polizei ist zu rechnen. Daher die Empfehlung des PD-Chefs an alle Feiernden, vor allem jetzt bei dieser Kälte: Alkoholkonsum einschränken, Mitfahrmöglichkeit organisieren. Dann gibt es kein böses Erwachen und die Fasnet wird in guter Erinnerung bleiben.