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Villingen-Schwenningen Ein Mega-Event für die Region

Felicitas Schück, vom 26.01.2012 05:00 Uhr
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Im Elektro-Smart der zweiten Generation chauffierte Dieter Zetsche Dieter Teufel auf die Bühne. Foto: Kienzler
Im Elektro-Smart der zweiten Generation chauffierte Dieter Zetsche Dieter Teufel auf die Bühne. Foto: Kienzler

 Schwarzwald-Baar-Heuberg - Mit gut 2.200 Gästen und Festredner Dieter Zetsche stellte die Industrie- und Handelskammer erneut einen Rekord im ländlichen Raum auf. So viele Gäste locken noch nicht einmal IHK-Veranstaltungen in Freiburg und Karlsruhe.

Potzblitz: Blaue Lichter ließen die Messehallen nachts von weitem wie ein Aquarium oder eine Großstadtdisco erscheinen IHK-Präsident Dieter Teufel fuhr an der Seite von Dieter Zetsche mit einem Smart (eine Mercedes-Limousine wäre wohl ein wenig zu groß gewesen) direkt auf die Bühne der Schwenninger Messehalle. "So einen gut bezahlten Chauffeur habe ich noch nie gehabt", freute sich Teufel. Doch Daimler-Boss Zetsche brillierte auch als Unterhalter auf der Bühne.

Vision von unfallfreiem Fahren

Positives Denken sei angesagt: "Deutschland geht es gut. Die Deutschen fühlen sich wohl. Viele Menschen waren lange nicht mehr so zufrieden wie heute. Auf einer Skala von eins bis zehn erreichen sie in punkto Zufriedenheit den Wert sieben. Das ist für Deutschland ein ordentlicher Wert, für Schwaben sogar hervorragend." Zum Positivszenario des "self fulfilling prophecy" gehört für Zetsche, dass der VFB Bayern München aus dem Pokal werfen wird. "Und Deutschland wird Anfang Juli Europameister" Zetsches Negativszenario: "Karl Theodor zu Guttenberg kehrt doch zurück als Moderator von ›Wetten das‹". Als Trend für 2012 prägte Zetsche "bric, grün und digital". "Bric bedeutete Brasilien, Russland, Indien und China". Elektroautos sind für Daimler ein Zukunftsmarkt. Für die Zukunft hat Zetsche außerdem die Vision von unfallfreien Fahren.

Dieter Teufel versprühte ebenfalls gute Laune: "Ich bin begeistert. Die Messe ist kaum wiederzuerkennen", sagte er. "Hier wird angepackt und nicht herumgesessen, bis einem das Glück in den Schoß fällt", machte Teufel Daimler-Boss Zetsche klar. Dass letzterer Festredner war, geht übrigens auf die Vermittlung des Bundestagsabgeordneten Volker Kauder zurück. Doch Zetsche gefällt es hier. "Wenn Sie mich so behandeln, dann komme ich öfters", ›drohte‹ er.

Für alle 2200 Gäste war mit Fingerfood-Edel-Häppchen, Sekt, Wein und Wasser gesorgt. Ein "Dankeschön an die Leistungsträger der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg" solle die Veranstaltung sein, erklärte der IHK-Präsident. Und er hob hervor: "Die Menschen in der Region sind der Quell unserer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit".

Ein "Mega-Event" und eine "landkreisübergreifende Netzwerkveranstaltung" sei der Neujahrstreff, so betonte Teufel stolz. Zum Motto der diesjährigen Veranstaltung hatte die Kammer den Dreiklang "Menschen, Macher, Möglichkeiten" gewählt. "Das ist das wirtschaftliche Erfolgsrezept der Region", verkündete Teufel. "Unkenrufen der Prognoseinstitute sollte man nicht zuviel Beachtung schenken", so resümierte der Tuttlinger Steuerberater, der großes Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der heimischen Betriebe und "eine klare Haltung zum Euro" hat, zur aktuellen wirtschaftlichen Lage. "Lassen Sie es uns wie schon immer mit großem Optimismus angehen! Lassen Sie uns wieder mehr an uns selbst glauben und diesen Glauben zum Leitprinzip unseres Handelns machen", forderte er die Besucher aus drei Landkreisen auf.

Die Auftragsbücher der Unternehmen seien gefüllt, die Kapazitäten ausgelastet und 2011 seien Umsatzrekorde erzielt worden. Mit einer Arbeitslosigkeit von gerade mal drei Prozent habe man nahezu Vollbeschäftigung. Hinzu komme die hervorragende Ausbildungsquote. Teufels Fazit: "In der Realwirtschaft ist die Krise bisher nicht angekommen". In den Betrieben werde viel mehr über Fachkräftemangel gesprochen. Als wichtiges Zukunftsthema bezeichnete der Präsident die Sicherung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit. "Die Region ist bereit für den Stern", sagte Teufel mit Anspielung auf das geplante Test- und Prüfzentrum der Daimler AG in Immendingen. "Wer in diese Region investiert, wird nicht enttäuscht", versprach er dem Daimler-Chef und zeigte sich überzeugt, das das Engagement sich lohnen werde. Von Seiten der IHK sagte der Tuttlinger die größtmögliche Unterstützung bei der Ansiedlung zu. Neben 300 Arbeitsplätzen für Immendingen werde es weitere positive Effekte für die Region geben, erklärte Zetsche.

Kommentare (1)
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JAN
26
09:05 Uhr, geschrieben von hannes
Mein Daimler war ein Rostkübel
Ich würde mir niemals einen aus dem Daimlerkonzern auch Tochtergesellschaft gefertigtes Auto kaufen. Soviel Geld ausgegeben und das Auto fing schon nach wenigen Monaten nach Neuzulassung an zu rosten. Der Service war mangelhaft, niemehr von denen ein Auto, voher kaufe ich mir lieber einen Fiat.
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