Villingen-Schwenningen Die Narren sind los in der Nachsorgeklinik

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Die Patienten der Nachsorgeklinik in Tannheim wissen jetzt über Fastnacht in der Region Bescheid. Auch die Mecker-Gilde aus Villingen stellte sich beim "närrischen Mittag" vor. Foto: Zimmermann Foto: Schwarzwälder-Bote

VS-Tannheim (wz). Die Nachsorgeklinik ist keine narrenfreie Zone. Bereits zum zehnten Mal fand der "närrische Mittag" statt, an dem Narrenvereine aus der Umgebung den Reha-Teilnehmern die lokale Fasnet vermitteln und ihre Figuren vorstellen.Nicht jeder Patient ist in der Lage, sich in der Umgebung einen Fasnetsumzug anzuschauen. Also, so sagen sich die Narren, kommt der Fasnetsumzug eben ins Haus. 13 Gruppen mit mehr als 100 Hästrägern und Musikern marschierten durch das Klinikgebäude, bevor im Veranstaltungssaal jede Zunft die Gelegenheit bekam, sich vorzustellen. Es fanden sich ein: aus Villingen die Schalmeien, die Brigachblätzle, die Fazenedle, die Schindelhanselzunft, die Mecker-Gilde, die Warenbachhexen und die Gägsnasen, aus Schwenningen die Butterfasshexen, die Neckarfleckle, die Bären und die Schalmeien, aus Marbach die Talbachhexen und aus Pfaffenweiler die Lohwald-Teufel.

Angefangen hat es ganz klein, erinnert sich Freizeitpädagogin Daniela Jauch, selbst ein Dürrheimer Urviech. Der Villinger Narro hat sein Häs vorgestellt, die Rentnerbänd hat gespielt, immer mehr eingeladene Gruppen kamen gerne und schauen zum Teil immer noch vorbei, auch wenn sie nicht direkt angeschrieben werden, freut sie sich über das Interesse der Narren an der guten Sache.

Gestalten mit so eigentümlichen Masken, in Tierfelle gekleidet, – das war schon etwas Besonderes für die kleinen Patienten. Anfängliche Scheu bei den Kindern wich schnell der Neugier, vor allem, als die Narren ihre Masken abnahmen und erkennbar war, dass sich ganz normale Leute darunter "verstecken". Und mit Auswurfmaterial wurde auch nicht gespart.

Was es bedeutet, wenn einem der Schalk im Nacken sitzt, das erfuhren die Anwesenden von den Villinger Gägsnasen. Eine war immer unterwegs, um die Leute auf sympathische Art zu foppen. Die Patienten erfuhren auch, dass sich die Narren ihr "Outfit" etwas kosten lassen und Fasnet durchaus einen ernsthaften Hintergrund hat. Imponiert haben auch die Karbatschenschneller, die auf der Terrasse ihr Können eindrucksvoll zeigten.

  
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