
Schwarzwald-Baar-Kreis. (ewk). Der "Gwinner" hat neues Geld gedruckt. Schon jetzt im Dezember gibt es die neue Auflage der Regionalwährung, die ab sofort gültig ist. Diesmal ist es für die Verbraucher und die Unternehmen noch einfacher, die neuen Scheine zu erkennen.
Die Bilder, die bekannte Gebäude aus der Region zeigen, wurden beibehalten. Zusätzlich wird jedoch die Jahreszahl 2012 ganz groß eingedruckt sein. Eine wichtige Änderung: Ab 2012 wird es auch 50 er Scheine geben, damit der Geldbeutel in Zukunft auch bei großen Gwinner-Mengen schmal bleiben kann. Die Scheine sind wieder aus dem speziellen Sicherheitspapier und haben zusätzlich folgende Merkmale: Fühlbarer Hochdruck in Form des Buchstabens "G", Wasserzeichen und farbige Linien, die nicht kopiert werden können. Das gewährleistet die Sicherheit für den Nutzer. Mit dem Gwinner kann jeder seinen Verein zum Nulltarif mit einer ansehnlichen Summe unterstützen. Wie das funktioniert, erklärt der Betriebswirt Gerhard Weber: Bei WollLust in Villingen oder Naturata in Schwenningen sind die Umtauschstellen.
Dort tauscht man Euro gegen die seit der Eurokrise immer mehr angesagten Gwinnerscheine ein. Der Kunde entscheidet beim Eintausch, welcher Verein mit fünf Prozent gefördert werden soll. Und dann kann er bei über 80 Unternehmen der Region mit dem Gwinner bezahlen. Je mehr Gwinner eingetauscht und vor Ort in Waren und Dienstleistungen umgesetzt werden, umso mehr profitieren die gleichzeitig über den Umtausch geförderten Vereine, aber eben auch Handel und Handwerk in der Region. Deshalb wird der Gwinner von vielen als "das bessere Geld für die Region" betrachtet. Das Gwinner-Vorstandsteam arbeitet nach wie vor ehrenamtlich. Die Regionalwährung und damit die Unabhängigkeit der Region konnte aus Sicht der Initiatoren weiter voran gebracht werden. Die sich abzeichnende Bilanz ist erfreulich und das Jahr 2011 für den Gwinner-Verein ein voller Erfolg. Der Umtausch von Euro in Gwinner wurde stabilisiert. Im Jahr 2011 hat sich die Zahl der begünstigten Vereine verdoppelt. Viele neue Verbraucher nutzen bereits den Gwinner, weil sie angesichts der Euro-Krise ein vertrauenswürdigeres Zahlungsmittel haben wollen. Wenn man nach der Turmuhr auf den 50 er-Scheinen geht, werde es dafür jetzt höchste Zeit, meint Gerhard Weber vom Gwinner-Vorstandsteam.