Villingen-Schwenningen Die Baustellen der Wild Wings

Gunter Wiedemann und Michael Bundesmann, 05.04.2012 05:42 Uhr

Villingen-Schwenningen - »Kleinigkeiten« machen in den Play-offs den Unterschied aus, dies betont nicht nur Wild-Wings-Coach Jürgen Rumrich immer wieder. So war es auch am Dienstag bei der 2:3-Niederlage im dritten Spiel der Halbfinalserie gegen die Starbulls Rosenheim, die damit in der Gesamtwertung (»Best of 7«) mit 2:1 in Führung liegen.

Kleinigkeit Nummer 1. Das Überzahlspiel bleibt eine Schwäche. Zwar nutzten die Schwenninger eine ihrer fünf Powerplay-Möglichkeiten, doch die Quote von 6,82 Prozent in den Play-offs ist nicht konkurrenzfähig. Zum Vergleich: Rosenheim nutzt zu 23,81 Prozent die Überzahlchancen. »Wir haben uns aber verbessert«, wird Coach Jürgen Rumrich heute im Powerplay wieder teilweise mit fünf Stürmern agieren.

Kleinigkeit Nummer 2. Ganz klar – die Chancenverwertung war beim 2:3 das große Manko. »Wir müssen einfach unsere Möglichkeiten besser verwerten«, stellte nicht nur Stürmer Dan Hacker nach der Partie klar. Auch Rumrich haderte mit der Effizienz seiner Truppe, während Starbulls-Coach Franz Steer trocken feststellte, »dass wir heute unsere wenigen Chancen genutzt haben«. Siegtorschütze Corey Quirk freute sich, »dass das Break da ist. Ich habe nun ein gutes Gefühl«.

Kleinigkeit Nummer 3. Schon ein Blick auf die Play-off-Statistik zeigt auf, dass die Ausländer der Rosenheimer ihre Führungsspielerfunktion erfüllen. Corey Quirk (USA/17 Scorerpunkte), Patrick Asselin (Kanada/16), Mitch Stevens (Kanada/11) und Ryan Gaucher (Kanada/9) führen die interne Starbulls-Wertung nicht nur an, sondern machen gerade in den entscheidenden Spielphasen oft den Unterschied aus. Zwar liegt bei den Wild Wings mit dem noch gesperrten Pierre-Luc Sleigher (13) auch ein Kanadier in der Scorerliste vorne, doch Jason Pinizzotto (8), Brock Hooton (7), Rob Sandrock (1) sowie der nach seiner langen Pause noch nicht auf dem gewohnten Niveau spielende Dan Hacker (1) können in Sachen Effizienz mit den Kontingentspielern der Starbulls bisher nicht mithalten. Dies sieht auch SERC-Co-Trainer Toni Raubal so. Rumrich ist aber optimistisch, »dass unsere Top-Spieler ihr ganzes Potenzial noch abrufen werden«.

Spiel Nummer 4. »Die Vollendung setzt sich aus Kleinigkeiten zusammen«, wusste schon der »Moralist« Joseph Joubert. Dies muss das Motto der Wild Wings am heutigen Abend (19.30 Uhr) in Rosenheim sein. Bei den Schwenningern fehlt dabei zum letzten Mal der gesperrte Sleigher. »Ich bin zuversichtlich, dass wir den 2:2-Ausgleich schaffen«, so Rumrich, der noch offen lässt, wer zwischen den Pfosten steht. »Es ist noch nichts in der Serie passiert«, meint der bisher in den Play-offs starke Peter Boon.

 
 
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Kommentare (1)
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APR
05
Interessierter, 13:54 Uhr

Nicht ganz richtig

Jason Pinizzotto im Zusammenhang mit schwach scorenden Ausländern zu nennen, ist falsch, denn er hat einen deutschen Pass. Um die Aufzählung der Ausländer zu vervollständigen, müsste statt Pinizzotto David Walker genannt werden.