Villingen-Schwenningen Briefwahl nimmt jedes Jahr zu

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Isabella Brosamer (von links), Stephanie Späth, Olivia Baschnagel, Josua Neher und Lisa Langenbacher stellen die Unterlagen für die Briefwahl im Wahlbüro aus. Foto: Palik

VS-Villingen - Noch knapp drei Wochen sind es bis zur Landtagswahl am 13. März, doch die Mitarbeiter des Wahlbüros im Zimmer 1.7 im Villinger Rathaus haben auch jetzt schon eine Menge zu tun.

Seit einer ­Woche hat das Wahlbüro im Villinger Rathaus am ­Münsterplatz geöffnet. Hier können sich Bürger ihre Briefwahlunterlagen abholen, wenn sie bereits vor dem 13. März ihre Stimme abgeben wollen. Bis morgen, 20. Februar, sollten alle Wahlbenachrichtigungen zugestellt sein. "Dann beginnt das Massengeschäft", weiß Deborah Schindler, die in der Abteilung Organisation und Personalentwicklung arbeitet und, gemeinsam mit ihrer Abteilungsleiterin Ulrike ­Eichert, für die Wahlen zuständig ist.

Eingesetzt werden im Wahlbüro immer die Auszubildenden. "Wir sind sehr froh, dass wir da auf unsere Auszubildenden vertrauen können", so Eichert. Es mache ihnen aber auch Spaß. "Vor allem der Kundenkontakt gefällt den meisten Auszubildenden sehr gut." Für die Landtagswahl sind Olivia Baschnagel, Isabella Brosamer, Stephanie Späth und Josua Neher im Wahlbüro im Einsatz. Unterstützt werden sie von Lisa Langenbacher, die ebenfalls in der Abteilung Organisation und Personalentwicklung arbeitet. Seit 1. Februar waren sie dabei, das Wahlbüro einzurichten und die Briefwahlunterlagen vorzubereiten.

"Es gibt drei Möglichkeiten, die Briefwahl zu beantragen", erklärt Schindler. "Man kann persönlich ins Wahlbüro kommen und seine Wahlbenachrichtigung vorlegen, allerdings kann man die Wahlbenachrichtigung auch per Post schicken oder online über die Homepage der Stadt Villingen-Schwenningen seine Angaben machen."

Im Moment sei vor allem das die Hauptaufgabe des Wahlbüros – die Online-Anfragen auszuwerten und die Unterlagen vorzubereiten. Auf den Wahlbenachrichtigungen ist in diesem Jahr auch zum ersten Mal ein QR-Code aufgedruckt. Über diesen kommt man mit dem Smartphone direkt auf den Link der städtischen Homepage. "Ich halte das für eine sehr gute Idee", so Schindler. "Immer mehr benutzen das Smartphone – wieso also nicht auch bei der Wahl?"

Doch nicht nur im Wahlbüro in Villingen kann die Briefwahl beantragt werden, auch im Rathaus in Schwenningen und in den Ortsverwaltungen der einzelnen Ortsteile, außer Mühlhausen und Herzogenweiler, kann man seine Stimme bereits vor dem Wahltag am 13. März abgeben.

Hat man die Briefwahl beantragt, erhält man einen Stimmzettel, den blauen Stimmzettelumschlag, einen Wahlschein und den roten Wahlbriefumschlag. Der ausgefüllte Stimmzettel kommt in den blauen Umschlag, anschließend wird der Wahlschein mit Ort und Datum unterschrieben und alles kommt gemeinsam in den roten Umschlag. Dieser kann dann im Wahlbüro abgegeben oder per Post zugesendet werden. "Wer direkt ins Wahlbüro kommt, bekommt das natürlich erklärt", weiß Schindler. Bei den Unterlagen, die per Post zugestellt werden, sei immer ein Infozettel dabei, der genau beschreibe, was zu tun ist.

450 Wahlhelfer in 64 Wahlbezirken

Bis Freitag, 11. März, bearbeitet das Wahlbüro im Villinger Rathaus noch die Wahlscheinanträge. Nur in besonderen Fällen, wie beispielsweise plötzlicher Erkrankung, ist es möglich, auch noch am Wahltag selbst die Briefwahl anzufordern.

"Die Briefwähler werden immer mehr", berichtet Ulrike Eichert. "Bei der Landtagswahl im Jahr 2011 waren es von allen Wählern schon 16,3 Prozent." Dieses Jahr könnten das noch mehr werden, denn bereits nach fünf Arbeitstagen wurden 3032 Briefwahlunterlagen ausgestellt – und Anträge gab es noch mehr.

Am Tag der Wahl selbst hat das Wahlbüro seine Aufgaben abgeschlossen. Hier kümmern sich 450 Wahlhelfer in den 64 Wahlbezirken um die Stimmzettel – in zehn Wahlbezirken werden an diesem Tag die eingegangen Briefwahlunterlagen ausgewertet. In jedem Bezirk ist ein Team von sechs Leuten im Einsatz. Ein Wahlvorsteher, ein Schriftführer, jeweils ein Stellvertreter und zwei Beisitzer. "Die Wahlvorsteher und Schriftführer wurden alle geschult", erklärt Eichert.

Am Abend werden dann alle Stimmen ausgezählt und in sogenannten Niederschriften festgehalten. "Diese werden dann vom Wahlvorsteher und vom Schriftführer jedes Wahlbezirks zu uns ins Rathaus gebracht", so Schindler. Hier werden sie dann von 22 Personen überprüft und das endgültige Ergebnis der Landtagswahl ermittelt.

  
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