Villingen-Schwenningen - Die Diskussion um das Thema Bestuhlung bei den Fastnachtsbällen in der Neuen Tonhalle ist wieder entflammt. Und zwar heftiger, als Zunftmeister Joachim Wöhrle lieb ist. Dafür wundern sich Balinger Brandschutzexperten: »Wir haben keinen Auftrag.«

Per E-Mail hieß es am Montag auf Anfrage des Schwarzwälder Boten, dass die Stadtverwaltung nochmals externe Sachverständige eingeschaltet habe, um die baurechtliche Situation dahingehend zu überprüfen, ob eine höhere Bestuhlung unter bestimmten Voraussetzungen genehmigungsfähig sei, hieß es aus dem Referat des Oberbürgermeisters. Das Sachverständigenbüro Riesener aus Balingen gab sich gestern auf Anfrage mehr als wortkarg. Zwar wurde bestätigt, dass man in der Doppelstadt schon öfter tätig geworden sei. Doch zum Thema Neue Tonhalle und etwaiger Überprüfungen wollte man gestern nichts sagen. Nur so viel: »Wir haben noch keinen Auftrag.«

Die Diskussion ist nun einige Wochen vor der Eröffnung der Ballsaison im Januar erneut da. Wie der Schwarzwälder Bote berichtete, hatten sich die Villinger Fastnachtsvereine darauf abgestimmt, ihre Fastnachtsbälle für 2013 zu planen. Auch Vereine wie die Katzenmusik wollten wieder bei der Ballsaison mitmischen, die Kamuvis hatten dieses Jahr ihre beiden Bälle abgeblasen. Grund für den Meinungsumschwung: Die Stadt sei den Vereinen entgegengekommen. Unter anderem sagte sie Investitionen in die Licht- und Tontechnik zu, was für die Vereine alljährlich ein wesentlicher Kostenpunkt war.

Nun läuft es laut Joachim Wöhrle auf ein weiteres Entgegenkommen der Stadtverwaltung hinaus. Ein Sachverständigenbüro soll überprüfen, ob es doch Alternativen zu der restriktiven Handhabung vom Vorjahr gebe und Kompensationsmaßnahmen möglich sind. Aus Gründen des Brandschutzes war die Zahl der Sitzplätze von 680 und 568 reduziert worden. Dem Vernehmen nach soll analysiert werden, ob beispielsweise der Abstand zwischen den Tischreihen verringert werden könnte.