VS-Schwenningen (bn). Während draußen die Sonne mächtig einheizt, herrscht drinnen angenehme Kühle. In der Helios-Arena kommen 60 Kinder im Alter von neun bis 13 Jahren derzeit trotzdem ordentlich ins Schwitzen – sie trainieren in der Hockey-Factory für die nächste Eishockeysaison.

Zum neunten Mal hat die Jugendabteilung des SERC überregional zum Trainings-lager geladen. Die 55 Spieler, darunter ein Mädchen und die fünf Torhüter, mit der Schwenningerin Julia Dikmann als einziges Mädchen, kommen zur Hälfte aus dem Gastgeberverein, ansonsten aus einem großen Einzugsgebiet von Ratingen im Norden bis zur Schweizer Grenze im Süden. Sie lassen sich auf eine Woche harter Trainingsarbeit, aber auch viel Spaß ein. Sie sind in zwei Gruppen aufgeteilt, in die "Black Hawks" und die "Boston ­Bruins".

Mike Britsch, als Beisitzer im Hauptverein zuständig für die Organisation der Hockey-Factory, und der stellvertretende Vorsitzende der Jugendabteilung, Oliver Mühlbach, sorgen mit zwölf ehrenamtlichen Helfern für eine Trainingswoche, in der es dem Eishockeynachwuchs an nichts fehlt.

Kernstück ist das täglich fünfstündige Training sowohl auf dem Eis als auch auf dem Trockenen. Der hauptamtliche Cheftrainer Wayne Haynes hat mit John Noobs gerade Verstärkung erhalten. Beide Kanadier wollen künftig für eine noch professionellere Aufbauarbeit sorgen. Besser könnte ihr Ausgangspunkt gar nicht sein: Nach dem vorjährigen Aufstieg der Jugend in die Bundesliga hat der SERC-Nachwuchs jetzt drei Mannschaften in der höchsten Spielklasse.

Weitere fünf Aushilfstrainer unterstützen die Factory. Auf dem Eis üben sie mit den Kindern Lauf- und Schusstechnik, Position und Kondition. Nach zwei Stunden geht es nebenan aufs Trockene, wo die Koordinationsfähigkeiten vor allem mit Spielen trainiert werden. Gewohnt wird im "Hüttle" des CVJM.

Martina Dikmann ist eine der Helferinnen, die mit der Betreuung der Meute beauftragt ist. Sie versorgt kleine Verletzungen, hat ein Auge auf die Ordnung der Ausrüstung und die Trainingsbekleidung und immer eines auf die Uhr. "Genug trinken ist das Wichtigste", sagt sie.

Morgen ist letzter Tag der Hockey-Factory. Der endet sowohl für die Älteren als auch für die Jüngeren mit je einem "echten" Spiel. Denn das tun die Teilnehmer laut Oliver Mühlbach am liebsten: "Eishockey spielen!"

Rund 200 Kinder und Jugendliche werden derzeit in der Jugendabteilung des SERC betreut. Zu einem Schnuppertraining lädt der stellvertretende Vorsitzende Oliver Mühlbach Jungen und Mädchen ein. Dazu werde die Ausrüstung gestellt. Wenn die Entscheidung für den Sport und dreimal wöchentliches Training gefallen sei, unterstütze der Verein jeden Nachwuchsspieler auch weiter nach Kräften, sagt Mühlbach.