Villingen-Schwenningen Baum soll vom Jubiläum künden

Schwarzwälder-Bote, 11.07.2012 01:04 Uhr

VS-Weigheim (eck). Neben Weihnachts-, Narren- und Maibaum soll im nächsten Jahr ein weiterer den Ort zieren: Ein Jubiläumsbaum soll weithin von der 1250-Jahr-Feier künden. Ortschaftsrat und Vereinsvertreter zeigen sich von der Idee angetan. Sigger Uhl, dank langjähriger Erfahrung im Aufstellen von Bäumen jedweder Art mit seinen Stallhockern hinlänglich als Fachmann ausgewiesen, unterbreitete den Vorschlag in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates am Montagabend, zu der auch die Vereinsvorsitzenden der Vorbereitung des Jubiläums wegen gekommen waren. Seine Vorstellung: ein rund 13 Meter hoher Baum, gekrönt vom Weigheimer Wappen, darunter Tafeln der Vereine sowie Kirchen, Schule und Kindergarten im Ort – rund 18 Schilder an der Zahl, rechteckig oder quadratisch, kämen so zusammen.

Der Jubiläumsbaum soll nach Fasnet an der Sport- und Festhalle als Ort des meisten Jubelgeschehens errichtet werden und dort bis November auf das Großereignis hinweisen. Sowohl die Räte als auch die Vertreter der Vereine fanden sofort Gefallen an diesem Vorstoß; es wurde sogar erwogen, den Baum, ähnlich wie im benachbarten Tuningen, über das Jubiläum hinaus aufgestellt zu lassen.

"Das ist etwas Dauerhaftes, das das ganze Jahr über gesehen wird", äußerte sich Ortsvorsteherin Ursula Mosbacher denn auch begeistert. Kleinigkeiten gilt es noch zu klären – etwa die exakte Gestaltung der Schilder, die jeder Verein selbst übernehmen soll, oder die Ausrichtung des Baumes: ob quer oder längs zur Trossinger Straße, schließlich kommt es auf die Perspektive an.

Keinen positiven Widerhall in der Runde fand die Erwägung, auch die Sponsoren in irgendeiner Form an dem Baum zu Ehren kommen zu lassen. Die Unterstützer sollten dagegen besser auf einer Extra-Tafel verewigt werden, die in der Halle präsentiert werden soll.

Das Programm für das Festjahr ist, wie berichtet, weitgehend festgezurrt: Am Neujahrstag gibt es ab 20 Uhr einen Empfang, am 28. Juni wird drei Tage gefeiert. Noch offen ist indes, wer für das leibliche Wohl der Festgäste sorgen wird. Während beim Neujahrsempfang und beim Festakt am 28. Juni lediglich Häppchen gereicht werden – übrigens kostenlos für alle –, bedarf es an den weiteren Feier-Tagen eines eingespielten Küchenmanagements, um des Ansturms Herr zu werden.

Die Vereine sollen sich nun Gedanken machen, ob sie sich die Arbeit teilen oder zusammentun, um die kulinarische Herausforderung gemeinsam zu meistern. Aus den Reihen des Ortschaftsrates wurde der Wunsch laut, ein Organisationsteam möge sich der Essensfrage annehmen. In einer nächsten Besprechung Anfang September soll Klarheit geschaffen werden.

Ebenfalls bis September erwartet der Ortschaftsrat weitere Auskunft über den von Musikverein, Heimat- und Trachtengruppe sowie Narrenzunft ins Auge gefassten Festumzug. Ursula Mosbacher mahnte indes bereits, die Zahl der Gruppen in Grenzen zu halten, da die Kapazitäten sonst sowohl hinsichtlich Platz als auch Bewirtung erschöpft seien.

Noch unklar ist auch die Gestaltung des Rahmenprogramms. Eine kleine Abordnung des Ortschaftsrates holte sich beim Fest "Mittelalter in Hemmendorf" am Wochenende Anregungen. Ein Ritterlager konnte sich manch einer durchaus als Anziehungspunkt vorstellen, ebenso den Auftritt von Bänkelsängern. Allerdings: Es ist alles eine Kostenfrage.

 
 
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